Neue Modelle Genesis Magma: Mit sportlichen Ambitionen

Von sp-x 3 min Lesedauer

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Wie Mercedes mit AMG oder BMW mit M-Technik will auch Genesis nun eine sportliche Submarke auflegen. Das Besondere: Der erste Genesis Magma für Europa fährt elektrisch.

Wie Mercedes mit AMG oder BMW mit M-Technik will auch Genesis nun eine sportliche Submarke auflegen.(Bild:  Genesis)
Wie Mercedes mit AMG oder BMW mit M-Technik will auch Genesis nun eine sportliche Submarke auflegen.
(Bild: Genesis)

Es ist ein strammes Tempo, dass Genesis an den Tag legt. Erst im Jahr 2015 als noble Schwester von Hyundai und Kia fürs Premiumsegment gegründet, hat die koreanische Marke bereits sechs Baureihen mit neun Modellen am Start. Während sich Genesis in Deutschland noch etwas schwertut, läuft es vor allem in Asien und Nordamerika richtig gut. Dorthin gingen die meisten der im vergangenen Jahr rund eine Million gebauten Autos.

Unter der Leitung von Chefdesigner und Vizepräsident Luc Donckerwolke ziehen die Koreaner das Tempo nun an. Im April 2023 präsentierte Genesis auf der New York Motor Show die Studie eines sportlichen Ablegers ihres GV80. Nur ein gutes Jahr später steht der fast fertige GV80 Magma in den Startlöchern, flankiert von drei weiteren Modellen. Sie alle sollen die Basis der neuen Untermarke bilden.

Vorerst nur ein Konzeptfahrzeug

Wobei das spektakulärste Magma-Modell, der ikonische X Gran Berlinetta, vorerst nur als Konzeptfahrzeug aufgelegt wurde. Der extrovertierte zweisitzige Supersportler wirkt ein wenig wie eine Mischung aus Dodge Viper und Ferrari F350, aber mit völlig neuen Ansichten. So geben Aussparungen in den Kotflügeln den Blick quer über die Motorhaube hinweg auf die Räder frei. Über das ovale Heck zieht sich ein Leuchtband mit großem Genesis-Schriftzug bis zu den dicken, runden hinteren Rathäusern. Innen gibt’s tiefe Schalensitze sowie ein eckiges Lenkrad mit integriertem Display für die wichtigsten Fahrinformationen. Ob der X Gran Berlinetta jemals in Serie geht, ist allerdings fraglich.

Fest eingeplant sind aber die anderen Magma-Modelle, also die Sport-Ableger von GV80 Coupé, der Limousine G80 sowie dem vollelektrischen GV60. Dieser SUV ist vorerst als einziges Modell für den deutschen Markt vorgesehen. Die anderen Magma-Modelle werden zuerst nur in Saudi-Arabien, Korea und Nordamerika verkauft.

Emotionalere und hochwertig individualisierte Modelle

Doch wohin geht die Reise der jungen Marke mit Magma? „Wir haben mit Business- und Lifestyle-Autos begonnen. Jetzt wollen wir unser Portfolio um emotionalere und hochwertig individualisierte Modelle erweitern“, sagt Donckerwolke. Was das bedeutet, zeigt ein Blick auf den elektrischen GV60 Magma. Der übernimmt zwar die Grundform des SUV, doch das Auto ist breiter, steht mit vergrößerten Kotflügeln und integrierten Radhaus-Auslässen satter auf breiteren 19-Zoll-Rädern. Finnen seitlich am Dach, ein großer Heckspoiler mit nach innen abgeknickten Enden, schmale digitale Rückspiegel, aerodynamisch optimierte Räder – überall ist das Auto auf Windschlüpfrigkeit optimiert. Im Design finde sich keinerlei Zierrat, erklärt Designer Donckerwolke. „Jedes Anbauteil, alle neuen Elemente wurden entwickelt, um das Auto schneller zu machen und um Emotionen zu entwickeln.“

Emotionen, dieser Begriff fällt häufig am Nürburgring, wo die vier Magmas erstmals gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert werden. „Es geht nicht darum, 20 oder 30 PS mehr aus dem Antrieb herauszukitzeln“, sagt Tyrone Johnson, Managing Director des Hyundai Motor Europe Technical Center. Unter seinen Fittichen wurde der GV60 Magma in Rüsselsheim entwickelt. „Emotionen werden nicht erzeugt, indem man mit 300 km/h über die Autobahn brettert.“ Was das für die Motorleistung bedeutet, darüber schweigt sich Johnson noch aus. Jedenfalls würden Chassis, Aufhängung und Fahrdynamik des GV60 geschärft. Nun gut, mit 360 kW unter der Haube ist schon der normale Elektro-SUV nicht untermotorisiert, knackt in nur 4,0 Sekunden die 100 km/h-Marke.

Kombination aus Performance und Luxus

Emotionen, so Johnson, erzeugen Dinge wie die Sportsitze mit der in Wagenfarbe lackierten Sitzschale und rot-silber abgesteppten Nappa und Wildlederbezügen. Und natürlich das Fahrverhalten. „Bei Magma wollen wir eine Kombination aus Performance und Luxus erzeugen“, sagt der Techniker. „Das Auto muss zackig einlenken, dabei super stabil bleiben und sich extrem agil fahren.“

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Ob die Kunden anspringen, wird sich spätestens 2025 zeigen, wenn der GV60 Magma auf den Markt kommt. Welchen Aufschlag die Sport-Edition kostet, darüber schweigen sich die Koreaner noch aus. Schon ein normaler, voll ausgestatteter Genesis GV60 ist nicht unter 80.000 Euro zu haben. Der Kaufpreis für die Magma-Version wird vermutlich die 100.000-Euro-Marke knacken.

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