KSM Castings Group

Globaler Leichtbau fordert Veränderungen

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Druckprüfung als Crashtest-Ersatz

Alle Bauraumdaten sind in der Verantwortung von KSM ständig aktuell zu halten. Auch die FE-Analysen für alle Lastfälle nach Lastenheftanforderungen, unter der Berücksichtigung der Steifigkeiten der relevanten Umgebungsbauteile, sind simultan zur Bauteilentwicklung vom Projektteam durchgeführt worden. Dies zog bereits eine deutliche Veränderung der CAx Struktur in den Entwicklungsbereichen nach sich. Eng mit der Systementwicklung gekoppelt, müssen die Komponenten sowohl einzeln, als auch im Fußhebellagerwerk montiert, zahlreiche Prüfungen absolvieren. Dazu zählen unter anderem statische Tests zur Ermittlung der Bauteilsteifigkeiten und Bruchlasten, die dynamischen Betriebsfestigkeitsprüfungen und Lebensdauerprüfungen innerhalb einer Klimakammer. Hinzu kommen Druckprüfungen als Crashtest-Ersatz in denen der Bruchverlauf, die Versagensorte und Intrusionen sämtlicher Bauteilzustände der Fußhebellagerwerke quasi statisch ermittelt werden. Diese sind von besonderer Bedeutung, um das gewünschte Gleichgewicht zwischen der nötigen Festigkeit unter Betriebslast und dem definierten Versagen im Falle eines Unfalls zu erlangen. Die Prototypen für diese Prüfungen werden bei KSM im Niederdruck-Sandgussverfahren hergestellt. Anschließend werden die Module montiert und gegen 3D-Daten vermessen und protokolliert.

Produktionsverfahren am Standort Changchun/China

Die Koordination all dieser Aufgaben – auch unter Einbeziehung zahlreicher Lieferanten über die eigenen Unternehmensgrenzen hinweg – bedarf eines ausgefeilten Entwicklungsprojekt-Managements. Die bei einer derartigen Systementwicklung gewonnenen Erfahrungen sind eine wichtige Grundlage für zukünftige Projekte. So wird ein Teil dieses umfangreichen Wissens unter anderem bei der Lokalisierung zur Belieferung des chinesischen Marktes am Standort in China angewendet. Dass hierzu nicht nur vergleichsweise simple Bauteile ohne hohe technische Anforderungen zählen, demonstrierte KSM kürzlich mit der Lokalisierung eines radführenden Sicherheitsbauteils sowie des dazugehörenden, hochtechnologischen Produktionsverfahrens am Standort Changchun in China.

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