Infotainment GM verbannt Apple und setzt auf Google

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

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Der Hersteller will in seinen künftigen Modellen keine Software zum Spiegeln des Mobiltelefons anbieten. Stattdessen wird Google fester Bestandteil der Fahrzeugsysteme.

GM setzt bei seinen E-Autos künftig auf integrierte Google-Software. Schnittstellen zum Spiegeln des Mobiltelefones wird es dann nicht mehr geben.(Bild:  Chevrolet)
GM setzt bei seinen E-Autos künftig auf integrierte Google-Software. Schnittstellen zum Spiegeln des Mobiltelefones wird es dann nicht mehr geben.
(Bild: Chevrolet)

General Motors will seine künftigen E-Auto-Modelle ohne die Schnittstellensoftware Apple Carplay und Android Auto ausliefern. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Beide Systeme erlauben es den Nutzern, die Oberfläche ihrer Smartphone-Betriebssysteme auf das Zentraldisplay des Autos zu spiegeln.

Stattdessen will GM gemeinsam mit Google ein neues Infotainmentsystem entwickeln, das stärker mit anderen Systemen der Fahrzeuge vernetzt ist. Beispielsweise mit dem Navigationssystem, zitiert Reuters die beiden Manager Edward Kummer (Chief Digital Officer) und Mike Hichme (Executive Director of digital cockpit experience). „Die neuen Assistenzsysteme sind stärker an das Navigationssystem gekoppelt. Wir wollen diese Funktionen nicht so gestalten, dass sie vom Mobiltelefon abhängig sind“, sagte Hichme gegenüber Reuters.

Kürzlich gab es Medienberichte, wonach GM auch plane, die KI-Software Chat GPT als Sprachassistent in seine Fahrzeuge zu integrieren.

20 Milliarden Dollar Umsatz geplant

Der Chevrolet Blazer EV kommt 2024 auf den Markt.(Bild:  Chevrolet)
Der Chevrolet Blazer EV kommt 2024 auf den Markt.
(Bild: Chevrolet)

Käufer von GM E-Autos mit den neuen Infotainmentsystemen sollen acht Jahre lang ohne zusätzliche Kosten Zugang zu Google Maps und Google Assistant erhalten, heißt es weiter. Darüber hinaus soll es viele kostenpflichtige Angebote geben. Das erste Modell mit der neuen Technik soll der Chevrolet Blazer sein. Das elektrische SUV soll ab dem Jahr 2024 verkauft werden.

Das Management des Herstellers glaubt an das Potenzial von Abonnements. Laut Reuters erwartet GM bis 2030 jährliche Umsätze zwischen 20 und 25 Milliarden US-Dollar aus solchen Geschäftsmodellen.

Erst vor wenigen Wochen hatte Mercedes angekündigt, Google stärker als bisher in sein künftiges Betriebssystem zu integrieren. Der deutsche OEM möchte damit seinen Kunden vor allem detaillierte ortsbezogene Daten wie Öffnungszeiten von Geschäften oder Restaurantbewertungen anbieten. Bei den Stuttgartern rechnet man mit Einnahmen aus digitalen Diensten in der Höhe eines einstelligen Milliardenbetrag (Euro) bis zum Ende des Jahrzehnts.

Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor werde GM hingegen weiterhin mit Carplay und Android ausstatten.

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