Historische Fahrzeuge

Grand Prix de Lyon: Jubiläumsfahrt nach 100 Jahren

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Startreihenfolge ausgelost

Opel geht aus Reihe 1 ins Rennen. Carl Jörns startet neben dem Ungarn Ferenc Szisz, damals ein internationaler Star und 1906 Sieger des ersten Grand Prix überhaupt. Szisz fährt 1914 ein Automobil der französischen Marke Alda. Die Startreihenfolge ist zuvor ausgelost worden, Qualifikationstrainings gibt es noch nicht. Als wäre dieses Sportereignis ein Fanal, entwickelt sich das Rennen zu einem Duell zwischen Automobilherstellern aus jenen Nationen, die wenige Wochen später erbittert Krieg gegeneinander führen werden – Deutschland gegen Frankreich. Marken aus anderen Ländern spielen, obwohl am Start, kaum eine Rolle. Carl Jörns fährt ein solides Rennen und wird nach mehr als acht Stunden Renndauer Zehnter.

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Wettlauf der schönsten Grand Prix-Fahrzeuge

Beim aktuellen Grand Prix-Revival vom 1. bis 3. Mai treten alle drei Opel-Fahrzeuge des Jahres 1914 wieder an. Dreh- und Angelpunkt der in weiten Teilen unveränderten Streckenführung ist wie damals Brignais. Eines der drei Originalfahrzeuge stammt aus der historischen Sammlung der Adam Opel AG, das zweite bringt sein Besitzer aus dem Münsterland ins Departement Rhône. Die weiteste Reise tritt der dritte Opel an: Das mutmaßliche Einsatzfahrzeug von Carl Jörns kommt aus Kalifornien nach Frankreich.

Alle Blicke auf sich ziehen wird ein weiterer Teilnehmer: Zum Jubiläums-Grand Prix bringt Opel Classic das „Grüne Monster“ mit 260 PS und 750 Newtonmetern Drehmoment an den Start. Es stammt ebenfalls aus dem Jahr 1914, hätte mit seinem monströsen Hubraum von 12,3 Litern aber nicht beim Grand Prix de l’ACF starten dürfen. Heute ist das kein Problem, schließlich handelt es sich beim Grand Prix de Lyon 2014 nicht um ein Rennen, bei dem Schnellste gewinnt, sondern um einen Demonstrationslauf historischer Wagen. Bei der Retrospektive sind Sport- und Rennwagen bis Baujahr 1955 zugelassen.

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