Für die Hannover Messe ist künstliche Intelligenz ein Schlüssel zur wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Industrie. Auf welche Themen sich Besucher noch freuen dürfen.
Bei der Pressepreview zur Hannover Messe 2024 gab es einen ersten umfangreichen Ausblick auf die Themen und Aussteller der Messe.
(Bild: Deutsche Messe AG)
Wettbewerbsfähigkeit stärken, Klima schützen, Wohlstand fördern – das sind der Deutschen Messe AG zufolge die großen Aufgaben, vor denen die Industrie heute steht. Innovative Technologien seien der Schlüssel, um diese Herausforderungen zu meistern. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, betonte jüngst im Rahmen einer Preview, dass die Herausforderungen der Gegenwart zwar auch für die Industrie spürbar seien, er aber keine Gefahr einer Deindustrialisierung am Standort Deutschland sehe. Stattdessen betonte er, gestellte Aufgaben als Chance zu begreifen.
Die Hannover Messe wolle Unternehmen daher helfen, die folgenden Fragen zu beantworten: Wie können Unternehmen Automatisierung, künstliche Intelligenz, erneuerbare Energien und Wasserstoff effizient nutzen? Und wie kann der drohenden Deindustrialisierung Europas entgegengewirkt werden?
„In Hannover werden Technologien und Lösungen präsentiert, die die Industrie befähigen, wettbewerbsfähig und nachhaltig zu produzieren. Auf der Messe dreht sich alles um die intelligente und CO2-neutrale Produktion, KI, Wasserstoff und sektorübergreifende Energie-Lösungen“, sagte Jochen Köckler: „Unsere Aussteller werden zeigen, dass eine wettbewerbsfähige Industrieproduktion in Europa möglich ist. Voraussetzung ist jedoch ein regulatorischer Rahmen, der Innovation und Unternehmertum fördert.“
Die Lösung liege seiner Meinung nach im Zusammenspiel von Automatisierung, Digitalisierung und Elektrifizierung, einer breiten branchen- und länderübergreifenden Zusammenarbeit sowie einem klaren politischen Kurs. Köckler: „Mit dem Leitthema ‚Energizing a Sustainable Industry‘, 4.000 Ausstellern, hochkarätigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft und dem Partnerland Norwegen ist die Hannover Messe 2024 hierfür die ideale Plattform.“
Live-Event mit exklusiver Werksführung
Treffen Sie die Produktionsexperten der Automobilindustrie
Im Mittelpunkt des Smart Factory Day stehen Effizienz und Nachhaltigkeit im Werk, digitale Prozesse, Maschinelles Lernen, KI, Kreislaufwirtschaft, Cybersicherheit und Environmental Social Governance. Freuen Sie sich auf einen fundierten fachlichen Austausch mit Top-Referenten von Zulieferern, Automobilherstellern, Entwicklungsdienstleistern und Start-ups. Diskutieren Sie mit!
Erleben Sie außerdem die Faszination Nutzfahrzeug hautnah: Bei einer exklusiven Führung durch das Werk von Mercedes-Benz Trucks in der hochmodernen Produktionsstätte von Daimler Truck im Werk Wörth.
Die Veranstalter erwarten mehr als 300 wirtschaftspolitische Delegationen. Angeführt von Bundeskanzler Scholz, der gemeinsam mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre die Hannover Messe eröffnen wird. Darüber hinaus werden EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Industrieleitmesse nutzen, um sich mit Vertretern der Wirtschaft auszutauschen. „Wenn substanziell und dauerhaft in Europa produziert und investiert werden soll, dann muss die bürokratische Last dringend reduziert werden, etwa durch schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren“, appellierte Köckler.
Zu den ausstellenden Unternehmen zählen laut Mitteilung globale Tech-Giganten wie Accenture, AWS, Bosch, Dell Technologies, Google, Microsoft, SAP, Servicenow, Schneider Electric oder Siemens sowie mittelständisch geprägte Technologieführer wie Beckhoff, GP Joule, Ebm-papst, Ericsson, Festo, Turck, Harting, Ifm, Igus, Lapp, Pepperl+Fuchs, Phoenix Contact, Rittal, Schunk, SEW-Eurodrive, Wago, Wibu oder Ziehl-Abegg, namhafte Forschungsinstitute wie Fraunhofer oder das KIT sowie mehr als 300 Industrie-Start-ups.
KI: Das nächste Level der industriellen Digitalisierung
Die Hannover Messe sieht sich seit mehr als einer Dekade als die wichtigste Messe für die Digitalisierung der Industrie. Mit künstlicher Intelligenz folge nun das nächste Level der industriellen Digitalisierung. Sie revolutioniere die Industrie, indem sie Prozesse effizienter mache und neue Wertschöpfung ermögliche. Durch den Einsatz von KI könnten Unternehmen Entwicklungszeiten verkürzen sowie Ressourcen und Energie einsparen. Fabian Bause von Beckhoff Automation plädierte im Rahmen seiner Keynote auf der Preview dafür, KI zu entmystifizieren und als Werkzeug, unter anderem für mehr Automatisierung, zu begreifen. Das ermögliche es den Menschen, sich auf andere Aufgaben zu konzentrieren – wie den Wandel zu einer grüneren Industrie.
„Die Geschwindigkeit, mit der KI-Lösungen ihren Weg in die Industrie finden, ist atemberaubend. Unternehmen müssen jetzt investieren und vor allem ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Chancen von KI heranführen, sonst werden sie vom Wettbewerb abgehängt“, betonte Köckler. KI sei der Schlüssel zur wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Industrie.
Stand: 08.12.2025
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Auf der Messe seien konkrete Anwendungen zu sehen: Roboter, die sich per Sprache steuern lassen, Maschinen, die Fehler automatisch erkennen, oder Systeme, die durch vorausschauende Wartung Ausfallzeiten reduzieren. Köckler: „Durch generative KI wird sich das Berufsbild des Ingenieurs grundlegend verändern.“
Wann kommt die Wasserstoffwirtschaft?
Mit der zunehmenden Nutzung volatiler erneuerbarer Energiequellen rückt Wasserstoff als der geeignete Energieträger für eine emissionsfreie Wirtschaft immer stärker in den Fokus. In Hannover präsentieren circa 500 Aussteller aus der Wasserstoff- und Brennstoffzellenbranche ihre Lösungen.
Köckler: „Wasserstoff bietet enorme Chancen als der grüne Energieträger.“ Die aktuelle Geschwindigkeit bei der Implementierung und Skalierung sei jedoch unzureichend. Der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft erfordere jetzt mutige politische Entscheidungen im regulatorischen Bereich, intensive Forschung und Entwicklung für eine zügige Implementierung sowie den Aufbau der notwendigen Infrastruktur für die Skalierung. Nur so könnten sich tragfähige Geschäftsmodelle etablieren.
„Auf der Hannover Messe zeigen wir, was technologisch machbar ist, und wir schaffen den Rahmen, in dem Politik und Industrie über einen konkreten Fahrplan hin zu einer funktionierenden Wasserstoffwirtschaft diskutieren und hoffentlich entscheiden können“, erklärte Köckler.
Partnerland Norwegen
Norwegen nutzt die Weltbühne Hannover Messe, um sich unter anderem als innovativer und zuverlässiger Energiepartner zu präsentieren. Das Motto des Partnerlandes lautet „Norway 2024: Pioneering the Green Industrial Transition“. Damit wollen die Skandinavier ihren Anspruch unterstreichen, eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien, der CO2-neutralen Produktion, Carbon Capture und der Digitalisierung der Industrie einzunehmen. H.E. Laila Stenseng, Botschafterin des Königreichs Norwegen in Deutschland, verwies auf die Dringlichkeit der ökologischen Transformation. Das diesjährige Partnerland der Messe will hier gemeinsam mit Deutschland als Wegbereiter in der Industrie agieren.