Zulieferer Auch Forvia Hella korrigiert Ausblick weiter nach unten

Von Automobil Industrie 2 min Lesedauer

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Ursächlich für die angepasste Prognose sind geringere Produktionsvolumina und Verschiebungen bei Serienanläufen. Das Sparprogramm in Europa wird beschleunigt.

(Bild:  Forvia Hella)
(Bild: Forvia Hella)

Die Hella GmbH & Co. KGaA (Fovia Hella) hat vergangene Woche die Anpassung des Unternehmensausblicks für das Geschäftsjahr 2024 bekanntgegeben. Ursache hierfür sei zum einen die sich schwächer als erwartet entwickelnde Fahrzeugproduktion. Zum anderen wirken sich kundenseitige Verschiebungen bei Serienanläufen, eine temporär verlangsamte Elektrifizierung sowie Kunden- und Produktmixeffekte vor allem in China zunehmend negativ aus.

Nunmehr erwartet Forvia Hella für das laufende Jahr einen währungs- und portfoliobereinigten Umsatz zwischen 7,9 und 8,1 Milliarden Euro (zuvor 8,1 und 8,6 Milliarden Euro), eine Operating Income-Marge zwischen 5,5 und 6,0 Prozent (zuvor 6,0 bis 7,0 Prozent) sowie einen Netto-Cashflow im Verhältnis zum berichteten Umsatz zwischen 2,2 und 2,7 Prozent (zuvor: etwa 3 Prozent).

„Wir befinden uns bereits seit Beginn des Geschäftsjahres in einem sehr anspruchsvollen Branchenumfeld. Vor allem seit Mitte des Jahres verschlechtern sich jedoch die Rahmenbedingungen weitaus stärker als erwartet. Wir gehen daher davon aus, dass sich die Belastungen auf unsere Geschäftsentwicklung nach vorne heraus weiter intensivieren werden“, sagte Bernard Schäferbarthold, Vorsitzender der Geschäftsführung von Forvia Hella. „Technologisch sind wir gut aufgestellt, wir adressieren weiterhin die zentralen Trendthemen der Mobilität. Um die derzeitigen Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen, werden wir zum einen unsere Geschäftsaktivitäten in den amerikanischen und asiatischen Märkten konsequent ausbauen. Zum anderen werden wir unsere Kostenstrukturen insgesamt weiter verbessern und das im Februar dieses Jahres eingeleitete Wettbewerbsprogramm für Europa beschleunigen. Wir erwarten, dass dies bereits in 2025 einen positiven Effekt auf Profitabilität und Cashposition haben wird.“

Zuwächse in USA und Asien

Unterdessen baut Hella stärker auf Geschäfte in Nordamerika und Asien. Im bisherigen Jahresverlauf erzielte der Zulieferer nach eigenen Angaben dort rund zwei Drittel des Auftragseingangs. Hierzu zählten unter anderem Serienprodukte für Heckleuchten und Karosseriebeleuchtung für einen chinesischen OEM sowie große Kundenaufträge eines US-amerikanischen Herstellers für Lichtelektronik und das digitale Fahrzeugzugangssystem Smart Car Access.

Beschleunigter Stellenabbau

Auch der Mutterkonzern Forvia hat seine Prognose für 2024 angepasst – zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten. Nun rechnet der Top-100-Zulieferer nur noch mit einem Umsatz zwischen 26,8 und 27,2 Milliarden Euro statt bislang 27,5 bis 28,5 Milliarden Euro. Die operative Marge werde nur noch zwischen 5,0 und 5,3 Prozent liegen statt der bislang erwarteten 5,6 bis 6,4 Prozent.

Bereits angekündigt hatte Forvia den Abbau von weltweit circa 10.000 Stellen, verteilt auf mehrere Jahre. Davon sollten etwa 2.800 Stellen bis Ende dieses Jahres gestrichen werden. Nun soll sich der Stellenabbau bis Ende 2025 auf 5.800 Arbeitsplätze summieren. Dieses Ziel sollte bislang erst bis Ende 2028 erreicht werden.

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