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Heinz Schirmacher HF-Schweißen von Automobil-Innenteilen

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Die Heinz Schirmacher GmbH, Trittau, nutzt die Vorteile der HF-Schweißtechnik bei der Herstellung von Teilen für den Automobilinnenraum.

( Archiv: Vogel Business Media )

Die Heinz Schirmacher GmbH, Trittau, nutzt die Vorteile der HF-Schweißtechnik bei der Herstellung von Teilen für den Automobilinnenraum. Hier geht es überwiegend um das Verbinden textilartiger Materialien wie Teppiche oder Vliese sowie imprägnierter oder beschichteter Gewebe. Großflächige und komplexe Konturen, auch dreidimensional, können in einem Andruck geschweißt werden.

Neben kurzen Schweißzeiten erzielen HF-geschweißte Teile eine hohe Verbindungsfestigkeit bei gleichzeitig ansprechender Nahtoptik. Speziell in der Gestaltung der Nahtoptik bietet das HF-Schweißen viel Gestaltungsspielraum. Gravuren, Logos, Nadelstichoptiken, etc. können dem zu schweißenden Teil zusätzliche gestalterische Akzente geben. Bei der Verbindung von Textil und Folie macht man sich den Effekt zunutze, dass die verflüssigte Folie in die Fasern hineinläuft, diese umschließt und sich so nach dem Erkalten mit dem Textil verbindet.

Dieses Verfahren wird zum Beispiel beim Schweißen von Trittschutzfolien im Bodenteppich oder zum HF-Schweißen von Reibstreifen auf Kofferraummatten eingesetzt. Auch das Eintaschen von Reserveradverstärkungen (Holzplatten oder Stegplatten) mittels einer Folie auf der Rückseite der Kofferraummatte wird so realisiert. Wird anstelle einer Folie zum Eintaschen der Ver-stärkungsplatte ein Vlies gewünscht, ist ebenfalls eine Verbindung mit HF möglich, ohne die Textilstruktur und damit die Festigkeit des Vlieses zu zerstören.

Das Vlies wird dazu mit einem HF-aktivierbarem Pulver beschichtet, das wie ein Kleber Teppich und Vlies fest miteinander verbindet. Weitere Anwendungen des HF-Schweißens finden sich im Dachbereich bei der Herstellung von Verdecken und Faltschiebedächern. Während kunststoffbeschichtete Materialien oftmals direkt miteinander verbunden werden können, verwendet man für reine Textilmaterialien ohne Beschichtung Schweißhilfen, die im Nahtbereich eingelegt werden.

Die Schweißhilfe wird durch die Hochfrequenz erwärmt und verflüssigt und erzeugt dann die Verbindung zwischen den Fügepartnern. Die Anwendungen reichen bis hin zum „Einschweißen“ (Einkleben) von Glasscheiben in das Verdeck. Hierbei wird ein HF-aktivierbarer Kleber auf das Textil aufgetragen, durch die Hochfrequenz aktiviert und mit der Glasscheibe verbunden.