Honda macht manches anders als andere Autohersteller. Das zeigt sich auch beim neuen HR-V des japanischen Konzerns.
Der Honda HR-V entspricht mittlerweile den gängigen SUV-Geschmacksmustern.
(Bild: Honda)
Die neue, mittlerweile dritte Generation des Honda HR-V ist seit Februar auf dem deutschen Markt erhältlich. Die sieht gut aus – die Honda-Designer haben dazugelernt, bietet praktische Details und wartet mit einigen Eigenheiten auf, die letztendlich zum sparsamen Umgang mit Treibstoff beitragen.
Der HR-V entspricht mittlerweile den gängigen SUV-Geschmacksmustern und gibt nicht nur für einen Honda eine gute Figur ab. Das 4,34 Meter lange Fahrzeug steht auf 18-Zöllern, die die große Radläufe betonen.
Die Leuchteinheiten sind nicht zu übersehen, auch der Kühlergrill drückt Selbstbewusstsein aus, ohne aber aggressiv zu wirken. Ganz modisch fällt die Dachlinie nach hinten leicht ab.
Ordentliches Platzangebot
Das Platzangebot für die Insassen ist ordentlich. Die Sitze sind bequem und geben guten Halt. Wie der Kleinwagen Jazz verfügt auch der Crossover über sogenannte „Magic Seats“. Die hinteren Sitze lassen sich nicht nur umklappen, sondern ähnlich wie in einem Kino auch hochklappen. So kann man auch sperrige Güter zwischen den zwei Sitzreihen transportieren.
Mit dieser praktischen Funktion tröstet Honda ein wenig darüber hinweg, dass das Kofferraumvolumen mit 335 Litern (inklusive des Staufachs unter dem Ladeboden) recht übersichtlich ausfällt. Legt man die Rücksitzlehnen um, steigt der Wert auf 1.305 Liter.
Innen haben die Designer einen guten Kompromiss zwischen analoger und digitaler Bedieneinheit geschaffen. Der Neun-Zoll große Touchscreen ist so groß, dass man auch als Gleitsicht-Brillenträger alle Funktionsbilder gut erkennen kann, aber nicht so riesig, dass man sich auf einer Kommandobrücke wähnt.
Schön: Berührt man etwa das Telefonsymbol, hat man fast das Gefühl, einen Knopf zu drücken. Netterweise verzichtet Honda nicht ganz auf haptische Schalter und Knöpfe. Die Klimaanlage lässt sich aber zum Beispiel noch händisch regeln. Die Sprachsteuerung wollte nicht immer unsere Befehle verstehen, das können andere Systeme besser.
Elektro-, Hybrid- und Verbrennerantrieb
Einen Sonderweg beschreitet Honda beim Antrieb. Das „e:HEV“ genannte Hybrid-Antriebssystem besteht aus zwei Elektromotoren, die über eine Leistungssteuerung mit einem 1,5-Liter-Benzinmotor, einer Lithium-Ionen-Batterie und einem Direktantrieb verbunden sind. Hierbei handelt es sich um ein System, das automatisch zwischen reinem Elektro-, Hybrid- und Verbrennerantrieb wechselt.
Als Benziner kommt ein 1,5-Liter-Sauger mit 79 kW/107 PS und 131 Nm zum Einsatz. Den Antrieb übernimmt normalerweise ein 96 kW/131 PS starker E-Motor mit 253 Nm. Der zweite E-Motor fungiert als Generator. Ein Getriebe im herkömmlichen Sinne gibt es nicht mehr, dafür eine feste Übersetzung.
Je nach Fahrsituation fährt man rein elektrisch, indem der Elektromotor die im 0,9 kWh großen Akku gespeicherte Energie nutzt. Ist der Energievorrat, der ca. zwei bis drei Kilometer reicht, aufgebraucht, treibt der Vierzylinder-Benziner im Hybridmodus den zweiten E-Motor an, der in seiner Funktion als Generator Energie für den Akku produziert.
Dominierende Geräuschkulisse
Unter Volllast kann der Benziner mittels eine Überbrückungskupplung direkt auf die Vorderachse wirken. Klingt kompliziert, ist es vermutlich auch: Das System soll nach WLTP Verbrauchswerte von 5,4 Litern ermöglichen.
Das klappt sogar ziemlich gut. Denn Honda hat noch eine weitere Spritsparfunktion an Bord: lautes Gebrumm beim starken Beschleunigen. Tritt man das Gaspedal etwa auf der Beschleunigungsspur einer Autobahnauffahrt oder beim Hochfahren eines Hügels etwas energischer durch, wird es laut.
Es dröhnt. Es brummt. Das nervt. Selbst wenn man die Musikanlage aufdreht, bleibt die nervige Geräuschkulisse dominierend. Bis das System sich auf die schnelle Leistungsbereitstellung eingestellt hat, dauert es.
Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h
In der Folge versucht man, das Gaspedal nur sanft zu drücken und heiter gelassen unterwegs zu sein. Auf der Autobahn hilft es zum Beispiel, knapp unterhalb der Richtgeschwindigkeit zu cruisen. Die mögliche Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h ignoriert man am besten.
Am wohlsten fühlt man sich mit dem HR-V auf Landstraßen und im Stadtverkehr bei gleichmäßig gefahrenen Tempi, gerne auch mit aktivierten Eco-Modus. Hier sind Verbrauchswerte unter 5 Liter möglich. Im Schnitt flossen bei unseren Testfahrten mit einem hohen Autobahnanteil 5,6 Liter durch die Leitungen. Der WLTP-Normwert kommt auf 5,4 Liter.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Ab 30.400 Euro erhältlich
Ein wenig heitere Gelassenheit hilft auch beim Betrachten der Preisliste. Mindestens 30.400 Euro werden fällig, allerdings für ein gut ausgestattetes Fahrzeug. Zum Serienumfang der Elegance-Variante zählen etwa die versenk- und klappbaren „Magic Seats“, Navigationssystem, Rückfahrkamera und das Informationssystem mit dem Neun-Zoll großen Touchscreen.
Das Komfortniveau Advance (ab 32.600 Euro) wartet mit einer Zwei-Zonen-Klimaautomatik, beheizbarem Lederlenkrad, einer elektrisch bedienbaren Heckklappe und LED-Nebelscheinwerfer auf. Die von uns gefahrene Topversion Advance Style (ab 35.300 Euro) beinhaltet unter anderem eine Zweifarbenlackierung, Dachreling und eine kabellose Ladestation für Smartphones.
Wenn man schon an der Tankstelle spart, bleibt vielleicht noch Spielraum für Extras, etwa für Metallic-Lack (ab 650 Euro), schwarze Felgen (ab 1.300 Euro) und Leder (2.300 Euro).