Elektro-Kleinwagen Hyundai Inster will das Segment ab Jahresende aufmischen

Von Andreas Grimm 3 min Lesedauer

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Während der Volkswagenkonzern noch in den Entwicklungsschleifen für die Elektro-Kleinwagen seiner diversen Marken hängt, prescht Hyundai vor. Die Koreaner haben nun den Inster präsentiert. Scheinbar bietet er viel Auto fürs Geld.

Hyundai bringt Ende des Jahres einen kleinen Stromer zu Preisen ab etwa 23.000 Euro nach Deutschland.(Bild:  Hyundai)
Hyundai bringt Ende des Jahres einen kleinen Stromer zu Preisen ab etwa 23.000 Euro nach Deutschland.
(Bild: Hyundai)

Hyundai bringt Ende des Jahres einen kleinen Stromer zu Preisen ab etwa 23.000 Euro nach Deutschland. Das 3,83 Meter lange E-Auto hört auf den Namen Inster und positioniert sich preislich gegen Dacia Spring und Citroën C3, aber auch gegen die kommende Basisversion des Renault 5. Vorgestellt haben die Koreaner das Fahrzeug auf der Busan International Mobility Show, die noch bis zum 7. Juli läuft.

Nach Verzicht sieht der Inster nicht aus. Reminiszenzen an den ersten Fiat Panda und den Suzuki Ignis drängen sich durch die gelungene Mischung aus Ecken und Kanten sowie einigen Rundungen auf. Die runden Leuchten erinnern dagegen an einen Jeep. Das Designpaket wirkt dennoch stimmig. Der für die Fahrzeuggröße lange Radstand (2,58 Meter) drängt die Achsen weit nach außen. Die Formgebung deutet es an: Das Platzangebot des Viertürers ist für die Fahrzeugklasse gut. Der Lichteinfall durch das große Glasdach unterstützt das luftige Gefühl.

Einzelsitze statt Rücksitzbank

Bei einer ersten Sitzprobe gefiel die Materialauswahl, zumindest bei der gezeigten gehobenen Ausstattungsversion wirkte nichts billig. Schön ist zum Beispiel der Ablageturm, der in der Mitte des Armaturenbretts Platz für Ladeschale und andere Dinge bietet. Außerdem gibt es ein geschlossenes Handschuhfach. Das Lenkrad kennt man aus dem Hyundai Ioniq 5. Neben zwei 10 Zoll großen Displays sind auch Schalter und Tasten an Bord, so dass sich digitale und analoge Elemente ergänzen.

Seine praktischen Talente stellte das als Viersitzer konzipierte Ausstellungsfahrzeug ebenfalls unter Beweis: Die hinteren Passagiere nehmen auf Einzelsitzen Platz, Kopf- und Armfreiheit gehen hier in Ordnung. Die Rücksitze lassen sich in Längsrichtung einzeln um bis zu 16 Zentimeter verschieben. Das Kofferraumvolumen beträgt je nach Sitzstellung zwischen 240 und 350 Liter, legt man die Rücksitzlehnen um, passen in den ebenen Laderaum bis zu gut 1.050 Liter. Klappt man den Beifahrersitz um, passen bis zu 2,20 Meter lange Gegenstände hinein.

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Die Basisversion wird etwas karger

Eines muss klar sein: Das gezeigte Modell, das wohl ab 27.000 Euro erhältlich sein wird, entspricht nicht der Basisversion. Die verschiebbaren Rücksitze, Glasdach, Dachreling, Ambientelicht, beheizbare Vordersitze oder die Smartphone-Ladeschale sind nicht Bestandteil der Einstiegsvariante. Genauso wenig wie die schicken 17-Zöller-Alus. Aber auch die Basis mit 15 Zoll großen Stahlfelgen dürfte nicht allzu frugale Gefühle wecken. Immer an Bord sind unter anderem elektrische Fensterheber und Außenspiegel, umklappbare einteilige Rückbank, Navigation mit Routen-Ladeplanung, Rückfahrkamera sowie Klimaautomatik.

Hyundai bietet den Inster in der Basisversion mit einem 42-kWh-Akku an, der für eine Reichweite von rund 300 Kilometern gut sein soll. Als Alternative steht eine 49 kWh große Batterie zur Wahl, hier sind bis zu 350 Kilometer möglich. Als WLTP-Verbrauch gibt Hyundai für beide Varianten je 15,3 kWh an. Der kleine Akku ist an einen 70 kW starken E-Motor gekoppelt, der größere kommt mit einem 85-kW-Motor. Der Antrieb erfolgt immer über die Vorderräder. Das One-Pedal-Driving ist mit drei Rekuperationsstufen verbunden. Ein Elf-kW-Onboard-Charger ist serienmäßig, an einer Schnellladesäule lädt der Inster mit maximal 85 kW Leistung. Der Ladestecker befindet sich vorne, der Kleinwagen ist also ein Nasenlader. Eine Wärmepumpe gibt es gegen Aufpreis.

Was kommt noch? Mitte 2025 folgt eine Cross-Version des kleinen Stromers. Die setzt allerdings nur auf SUV-Optik etwa mittels Kunststoffbeplankungen an den Kotflügeln. Übrigens: Der Neue basiert nicht auf Hyundais Elektro-Plattform E-GMP, sondern ist ein elektrischer Ableger des in Korea seit 2021 angebotenen Verbrenner-Modells Casper.

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