E-Mobilität Batterieproduktion muss als Ökosystem verstanden werden

Von Claus-Peter Köth 4 min Lesedauer

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Die Industrialisierung der Batterieproduktion ist in Europa noch nicht so weit wie in anderen Bereichen. Notwendig sind mehr Partnerschaften und Allianzen und eine Bündelung von Fördermaßnahmen.

Leadec-CEO Markus Glaser-Gallion: „Europa muss seine Hausaufgaben machen, Allianzen bilden und die bestehende Technologie- und Prozesskompetenz schnell auf neue Batteriegenerationen adaptieren.“(Bild:  Leadec/Nikolaus Grünwald)
Leadec-CEO Markus Glaser-Gallion: „Europa muss seine Hausaufgaben machen, Allianzen bilden und die bestehende Technologie- und Prozesskompetenz schnell auf neue Batteriegenerationen adaptieren.“
(Bild: Leadec/Nikolaus Grünwald)

Ein Schlüssel zu erschwinglicher E-Mobilität sind Batteriezellen und -module sowie deren Produktion. Europa hat hier mit großen Problemen zu kämpfen. Zentrale Herausforderungen sind die Standardisierung und Industrialisierung von Produktionsprozessen. „Standardisierung spielt eine große Rolle. In unserer Wahrnehmung ist die Industrialisierung der Batteriezellproduktion noch nicht so weit wie in anderen Bereichen. Das fängt schon beim Produkt selbst an; unterschiedliche Hersteller setzen auf unterschiedliche Zellformate – zylindrisch, prismatisch oder Pouch-Zelle“, erklärt Markus Glaser-Gallion, CEO des Industrie-Dienstleisters Leadec.

Hinzu komme laut Glaser-Gallion die fehlende Standardisierung bei den Maschinen und Anlagen. Gäbe es diese, hätte man einen besseren Blick auf die Schnittstellen zwischen den einzelnen, bis zu 14 Prozess- und Produktionsabschnitten. Auch gebe es in der Batterieproduktion zu wenige qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – was sich aber durch Schulungen und Weiterbildungen ändern ließe. Und die Versorgungslogistik und Instandhaltung der Anlagen seien noch nicht so etabliert, wie man das von anderen, reiferen Produkten her kenne.