Digitaler Zwilling Durchbruch beim virtuellen Engineering

Ein Gastbeitrag von Thomas Meier* 4 min Lesedauer

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Ingenieure träumen schon lange von der Planung ganzer Fabriken im digitalen Raum. Neue datenzentrische Architekturansätze helfen nun beim Zusammenführen der Daten auf einer Digitalen-Zwilling-Plattform.

Mittels mobiler 3D-Laserscanner lassen sich fotorealistische Panoramabilder, Grundrisse und Punktwolken erstellen.(Bild:  BMW/Harry Zdera)
Mittels mobiler 3D-Laserscanner lassen sich fotorealistische Panoramabilder, Grundrisse und Punktwolken erstellen.
(Bild: BMW/Harry Zdera)

Mit der Initiative Industrie 4.0 begann im April 2011 auf der Hannover Messe der Siegeszug der digitalen Zwillinge. Wenn die gesamte Lebensgeschichte eines physischen Objektes mit all seinen Funktionen maschinenverstehbar abgebildet ist, so der Gedanke, lässt sich die Variantenproduktion so flexibel steuern, dass sogar Einzelstücke in Losgröße 1 günstig herzustellen sind. Ein Traum vor allem für die Automobilindustrie, die für jedes Modell dem Kunden Hunderttausende Varianten anbietet.

Die für die digitalisierte Produktion erforderliche Vernetzung von Akteuren, Systemen und Daten birgt jedoch Herausforderungen. Erst eine hohe Interoperabilität über Bereichs-, Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg wird die Wertschöpfung sicherstellen, die für neue Geschäftsmodelle erfolgsentscheidend ist. Die Inhalte der digitalen Zwillinge und sämtliche Daten müssen über den gesamten Produktlebenszyklus für alle Beteiligten zugreifbar sein, damit sie gemeinsam experimentieren und entscheiden können.