Zulieferer Geschäftsbetrieb von Kamei läuft nach Insolvenzeröffnung weiter

Von Automobil Industrie 2 min Lesedauer

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Beim Zubehör-Spezialisten Kamei geht es weiter. Ein neuer Großauftrag sichert die Auslastung mindestens bis Ende März 2024.

Zuletzt erzielte Kamei mit 42 Mitarbeitern etwa sechs Millionen Euro Umsatz. Größter Kunde ist der Volkswagen-Konzern.(Bild:  Kamei)
Zuletzt erzielte Kamei mit 42 Mitarbeitern etwa sechs Millionen Euro Umsatz. Größter Kunde ist der Volkswagen-Konzern.
(Bild: Kamei)

Am 1. Dezember 2023 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Kamei GmbH und Co. KG in Wolfsburg eröffnet. Der Betrieb werde jedoch uneingeschränkt fortgesetzt. Laut Mitteilung ist es dem Insolvenzverwalter, Justus von Buchwaldt, und seinem Team-Kollegen Nikolas Otto gelungen, mit einem der wichtigsten Kunden (Volkswagen) einen Großauftrag für eine gesamte Jahresproduktion zu vereinbaren.

„Wir sind sehr froh, dass wir diesen Auftrag bekommen haben, damit ist der Betrieb Stand heute bis Ende März 2024 voll ausgelastet und wir können alle 42 Mitarbeiter weiterbeschäftigen“, erklärt von Buchwaldt.

Aktuell befinden sich der Insolvenzverwalter und Rechtsanwalt Nikolas Otto in Vertragsverhandlungen mit zwei potenziellen Erwerbern des Unternehmens, wahrscheinlich sei eine übertragende Sanierung in Form eines sogenannten Asset Deals.

Die Kaufvertragsverhandlungen sollen im Dezember abgeschlossen sein, eine Übernahme ist zum 1. April 2024 geplant. Insgesamt hatte die vom Insolvenzverwalter beauftrage M&A-Beratung laut Mitteilung über 40 strategische sowie mehr als 50 Finanzinvestoren kontaktiert.

Hintergrund

Die Geschäftsführung der Kamei GmbH und Co. KG hatte am 16. August 2023 einen Insolvenzantrag gestellt und das zuständige Amtsgericht Wolfsburg hatte Justus von Buchwaldt von der Restrukturierungskanzlei BBL zum vorläufigen Insolvenzverwalter über das Vermögen der Gesellschaft bestellt. Der Wolfsburger Familienbetrieb in dritter Generation wurde im Jahr 1952 gegründet von Karl Meier, ehemals Konstrukteur für Innenausstattung bei der VW AG. Derzeit wird die vierte Generation in den Familienbetrieb eingearbeitet.

Zuletzt erzielte das Unternehmen etwa sechs Millionen Euro Umsatz, der größte Kunde ist der Volkswagen-Konzern. Gründe für die Schieflage waren vor allem die deutlich gestiegenen Materialkosten. Die höheren Kosten konnten zunächst nicht entsprechend an die Kunden weitergereicht werden, zudem verzögerte sich die Einführung eines neuen Produktes und auch die Preisverhandlungen mit den Automobilherstellern liefen schleppend.

Zuletzt verschärfte sich die Situation erheblich durch eine schwache Auftragslage; die üblicherweise sehr hohe Nachfrage in der Sommersaison blieb aus.

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