Agrartechnik KI und Robotik in der Landwirtschaft

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

Wie können Künstliche Intelligenz und Robotik in der Landwirtschaft helfen? Im „KI-Reallabor Agrar“ erforschen das mehrere Partner in der Praxis.

Im Praxis-Projekt „KI-Reallabor Argar“ geht es um Künstliche Intelligenz und Robotik in der Landwirtschaft.(Bild:  Wolfgang Ehrecke)
Im Praxis-Projekt „KI-Reallabor Argar“ geht es um Künstliche Intelligenz und Robotik in der Landwirtschaft.
(Bild: Wolfgang Ehrecke)

„Technologien wie Künstliche Intelligenz und Robotik bieten ein enormes Potenzial, die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten“: beschreibt Professor Tim Römer von der Universität Osnabrück. Römer leitet das neue Projekt „KI-Reallabor Agrar“, RLA. Darin wollen Forschungsunternehmen und Institute aus den Regionen Osnabrück und Braunschweig diese Technologien in die Landwirtschaft integrieren, „um eine Balance zwischen Produktivität und Umweltschutz zu erreichen“, sagt Römer. Wie genau? Indem sie zum Beispiel den Einsatz von Wasser, Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln minimieren und so den Boden schonen.

Angesiedelt wird das Projekt unter anderem auf einem agrartechnischen Versuchshof, dem „FieldLab Agrar“. Der Hof wird dafür innerhalb der kommenden Monate zu einem Forschungsort ausgebaut. Zusätzlich wollen die Projektpartner anwendungsspezifische Projekte umsetzen. In einem Projekt wollen sie etwa untersuchen, wie Daten aus smarten Anbaugeräten, Drohnen, Satelliten und Robotern dafür dienen können, die pflanzliche Vielfalt auf Feldern zu bestimmen. Außerdem wollen sie grundlegende Fragen beantworten: etwa zur Akzeptanz neuer Technologien und zur Investitionsbereitschaft, zur Wirtschaftlichkeit und Rechtslage – und zu den Interessen der an Agrarunternehmen beteiligten Personen oder Investoren.

Projektstandort Niedersachsen

Niedersachsen ist bezogen auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche und die Wirtschaftsleistung des „AgriFood“-Sektors laut Uni Osnabrück eines der bedeutendsten Agrarländer in Deutschland. Ein Grund, weshalb das Projekt hier läuft. Die Region zwischen Oldenburg und Münster mit Osnabrück im Zentrum hat sich demnach in den letzten Jahrzehnten zu einem der leistungsfähigsten Agrarwirtschaftsräume weltweit entwickelt. Das vor allem in der Tierhaltung . Ein starker Mittelstand ist hier eng mit der Universität und der Hochschule Osnabrück vernetzt. In der Region Braunschweig dominiert der Ackerbau. Hier gibt es viele Forschungseinrichtungen, die auf die Landwirtschaft spezialisiert sind.

Gefördert von der Volkswagen-Stiftung

Im Projekt arbeiten Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zusammen – bei Forschung und Rollout in der Praxis. Beteiligt am Projekt sind die Universität Osnabrück als Konsortialführer, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, die Hochschule Osnabrück, das Agrotech Valley Forum e.V., die Technische Universität Braunschweig, das Johann Heinrich von Thünen-Institut, das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V., und das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V.. Die Projektpartner haben Zugriff auf die Grundlagenforschung in Osnabrück und Braunschweig zu KI, Data Science und Robotik – mit Anwendungsbezug zur Agrar- und Ernährungswirtschaft. Die Volkswagen-Stiftung fördert das Projekt über fünf Jahre mit 18,9 Millionen Euro.

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