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Dreistufige Autosar-Integration
Die Coqos-Architektur integriert Autosar dreistufig: mit einem Linux für ausgewählte sichere Anwendungen, wie HMI (Human-Machine-Interface) oder Navigation, einem Linux für potenziell unsichere Anwendungen, wie Browser oder Media Player, sowie einer Partition für Diagnose-Umfänge. Dabei können mehrere Autosar-Applikationen parallel laufen. Ein Beispiel ist die Park-Distance-Control. Sie muss beim schnellen Booten in 200 Millisekunden mit dem Can-Bus kommunizieren können und startet deshalb direkt auf einer speziellen Partition.
Android zu anfällig für Automobilanwendungen
Im Software-Wettbewerb berücksichtigt OpenSynergy die Wünsche jüngerer Autofahrer. Die Schlagworte lauten „Smartphone-Anbindung“ und „unkomplizierte App-Nutzung“. Im Mittelpunkt steht dabei die Head-Unit mit der größten Rechenleistung und dem höchsten Software-Umfang im Fahrzeug. Sie steuert Audio- und Videoquellen für den Infotainment- und Telematikmarkt. Mit Coqos will das Unternehmen schneller auf die kurzen Entwicklungszyklen im Infotainment reagieren, zum Beispiel im wachsenden Smartphone-Markt. Noch in diesem Jahr soll die Coqos-Plattform bei Automobilherstellern in Serie gehen. Dort wartet man dringend auf solche Lösungen, denn das mobile Betriebssystem Android – mehr als die Hälfte aller verkauften Smartphones basieren auf dem Google-Betriebssystem – gilt bei Experten als äußerst anfällig: Ende Oktober waren laut Kaspersky-Virenreport schon 1.916 Schadprogramm-Varianten auf dem Markt.
Technische Systeme sind voneinander abgeschottet
Bei einem Angriff auf die Android-Plattform bleiben die Fahrzeugsysteme verschont, da die technischen Systeme voneinander abgeschottet sind. Man könne nachweisen, dass Android und Autosar gemeinsam auf dem zertifizierten Mikro-Kernel weiterlaufe, erklärt Gerlach. Untermauert wird dies durch eine gemeinsame Entwicklung mit dem IT-Sicherheitsdienstleister Secunet (Security Networks AG), bei der man die Plattform um die Protection Unit (PU) erweiterte. Dieser Sicherheitsmechanismus schottet das Bordnetz zusätzlich ab. „Die gemeinsame Plattform wird die Automobilelektronik in punkto Sicherheit revolutionieren“, ist sich OpenSynergy-Entwickler Matthias Gerlach sicher.
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