Engineering
Künstliche Intelligenz in der Entwicklung: Best Practice für geringe Kosten

Ein Gastbeitrag von Jörg Grotendorst* 6 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz kann helfen, die Fahrzeugentwicklung zu beschleunigen. Die Herausforderung: Die Algorithmen integrieren, statt sie isoliert zu nutzen. Ein Gastbeitrag von Jörg Grotendorst.

Jörg Grotendorst berät seit April 2025 die Geschäftsführung von HTEC im serbischen Belgrad.(Bild:  HTEC)
Jörg Grotendorst berät seit April 2025 die Geschäftsführung von HTEC im serbischen Belgrad.
(Bild: HTEC)

Künstliche Intelligenz, KI, kann die Fahrzeugentwicklung revolutionieren. Sie beschleunigt den gesamten Prozess von der Idee bis zum marktreifen Modell und spart Kosten. Statt etwa neue Fahrzeuge aufwendig von Hand zu designen, können Ingenieure einzelne Komponenten oder ganze Modelle in natürlicher Sprache beschreiben – die KI erstellt daraus grafische Renderings, die sich in CAD-Programmen schnell anpassen lassen. Dank einer Lernphase mit früheren und aktuellen Fahrzeuggenerationen kennen die Algorithmen die Form- und Designsprache der Marke und sind in der Lage, diese zu erhalten und zu modernisieren.

Anhand der virtuellen Modelle können die Proportionen des Fahrzeugs, sein Gesicht und seine Konturen, das Spiel von Licht und Schatten sowie viele andere Details gut beurteilt werden – ganz ohne die üblichen von Hand gefertigten Tonmodelle. Wird ein physisches Modell benötigt, kommt dieses schnell und preiswert aus dem 3D-Drucker oder wird maschinell gefräst. Das Durchprobieren verschiedener Designvarianten ist auf diese Weise mit geringem Aufwand möglich, die an der Entwicklung beteiligten Teams tauschen lediglich digitale Daten aus.