ElringKlinger

Kunststoff ersetzt Metall

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Kunststoff-Zylinderkopfhauben für Pkw

Bei Zylinderkopfhauben für Pkw haben Kunststoffe in Europa schon einen recht hohen Marktanteil von weit mehr als 50 Prozent und könnten künftig ein Marktpotenzial von etwa 80 Prozent erreichen.

Auch hier liegt das Gewichts-Einsparpotenzial bei etwa 30 bis 50 Prozent, weshalb eine bisherige Aluminium-Zylinderkopfhaube durch den Umstieg auf Kunststoff schlagartig 300 bis 500 Gramm leichter werden kann. Durch eine konsequente Funktionsintegration in das Bauteil kann man einen Kostenvorteil von bis zu 30 Prozent erzielen. So hat ElringKlinger in neue Ventilhauben-Konstruktionen bereits Unterdruckspeicher, Hitzeschirme, Vlies-Ölabscheidesysteme sowie das Abdichtungssystem und die Entkoppelungselemente integriert.

Das Downsizing der Motoren und damit einhergehend die Verkleinerung der Hauben und Wannen wirkt sich übrigens nicht negativ auf den Geschäftsbereich Elastomertechnik/Module aus. Denn die ehrgeizigen Kraftstoff- und Gewichts-Einsparziele der OEM forcieren weitere Massenreduzierungen, zu der ein flächendeckender Einsatz der Kunststoffmodule von ElringKlinger beitragen kann.

Sauganlagen und Ladeluft-Verteilsysteme

Bei Sauganlagen oder Ladeluft-Verteilsystemen verringert das Downsizing sogar die Komplexität dieser Systeme, sodass wir einen erfolgreichen Markteinstieg in dieses Segment realisieren konnten.

Ladeluftrohr aus Kunststoff für die Luftführung im Motorraum mit AGR-Einleitstelle aus extrem hitzebeständigem Polyamid. Die Dauertemperaturbeständigkeit beträgt bis zu 180 Grad Celsius.
Ladeluftrohr aus Kunststoff für die Luftführung im Motorraum mit AGR-Einleitstelle aus extrem hitzebeständigem Polyamid. Die Dauertemperaturbeständigkeit beträgt bis zu 180 Grad Celsius.
(ElringKlinger)

Beginnend mit technisch etwas einfacheren Serienaufträgen für kleinere Motorenhersteller hat ElringKlinger inzwischen das technische Know-how, mit dem man aktuell zahlreiche Entwicklungsprojekte für Pkw-Systeme zur Serienreife führt. Sie werden dann bisher im Markt gängige – und schwerere – Aluminiumapplikationen ablösen.

Hybridkonstruktionen aus Aluminium-Druckguss und Kunststoff

Auch für Kettenkastendeckel aus Aluminium-Druckguss gibt es leichtere Alternativen. Diese Frontcover aus Kunststoff sind für Motoren mit ausreichender Struktursteifigkeit gedacht und in diesem Fall 30 bis 50 Prozent leichter und etwa 20 Prozent kostengünstiger. Ist bei einem Motor aus akustischen Gründen aber eine besonders hohe Struktursteifigkeit gefordert, setzt ElringKlinger wie bei den Ölwannen auf Hybridkonstruktionen aus Aluminium-Druckguss und Kunststoff.

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