Autonomes Fahren Der lange Weg zum selbstfahrenden Auto

Von Dirk Kunde 5 min Lesedauer

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Level 2-Systeme sind weitverbreitet und werden um Plus-Funktionen erweitert. Beim Level 3 und 4 sind die Hersteller eher zurückhaltend. Soll das Auto nicht selbstständig fahren?

Ein selbstfahrender Transporter von VW – noch mit Sicherheitsfahrer und ohne Passagiere.(Bild:  Moia)
Ein selbstfahrender Transporter von VW – noch mit Sicherheitsfahrer und ohne Passagiere.
(Bild: Moia)

Der Drang zum Fahren in Level 3 ist nicht sonderlich groß. Aktuell bieten das in Deutschland nur BMW und Mercedes-Benz an. Warum die Hersteller die Level-3-Funktionen nur dezent bewerben und Käufer zurückhaltend reagieren, ist schnell erklärt: Regulatorik, Preis und Nutzungsmöglichkeiten.

Ein Fahrassistent im Level 3 ist vereinfacht gesagt ein Schönwetter-Pilot. Regen, Nebel, Schnee oder Temperaturen unter vier Grad Celsius sind Ausschlusskriterien. Baustellen, Tunnel und Dunkelheit sind es ebenfalls. Fehlendes HD-Kartenmaterial führt ebenfalls zu Problemen. Fährt niemand voraus oder erkennen die Mikrofone Sirenen von Rettungsfahrzeugen, fordert der Assistent zur Übernahme der Fahrfunktion auf. Die Hersteller sind so vorsichtig, da beim Level 3 die Haftung bei Unfällen auf sie übergeht.