Logistik Lieferprobleme: „Da kommt sehr viel zusammen“

Von Claus-Peter Köth 2 min Lesedauer

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Mercedes wartet auf 48-Volt-Batterien von Bosch, VW hat Probleme mit einem neuen E-Motor – Auslieferungen verzögern sich. Was ist los in Deutschlands einstiger Vorzeigeindustrie? Wir fragten Berylls-Partner Alexander Timmer.

Mercedes stellt sich auf weniger Umsatz ein, weil 48-Volt-Akkus fehlen.(Bild:  © Mercedes-Benz AG)
Mercedes stellt sich auf weniger Umsatz ein, weil 48-Volt-Akkus fehlen.
(Bild: © Mercedes-Benz AG)

Herr Timmer, haben die etablierten Automobilhersteller und Zulieferer die Fertigung von E-Komponenten unterschätzt?

Das Problem ist vielschichtig. Zunächst einmal sind Produktionsstillstände aufgrund von Versorgungsengpässen oder Schwierigkeiten im Fertigungsprozess nicht außergewöhnlich. Die daraus resultierenden Eskalationen zwischen Herstellern und Zulieferern gab es schon vor 15 und vor zehn Jahren und wird es auch noch in fünf Jahren geben. Das Handling von operativen Eskalationen ist eines der Kerngeschäfte von Berylls – mit der E-Mobilität haben diese Eskalationen ursächlich sehr wenig zu tun.