Interieur Magna entwickelt Lederalternative aus Apfelresten und Rezyklat

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

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Magna hat ein Sitzbezugsmaterial aus biobasierten und recycelten Rohstoffen entwickelt, darunter Reste der Apfelverarbeitung. Es soll als Alternative zu Leder dienen.

Magna entwickelt eine Lederalternative für Autositze.(Bild:  Magna)
Magna entwickelt eine Lederalternative für Autositze.
(Bild: Magna)

Magna hat nach eigenen Angaben ein Sitzoberflächenmaterial für den Fahrzeuginnenraum entwickelt, das auf biobasierten und recycelten Rohstoffen beruht. Als biobasierte Quelle nennt das Unternehmen unter anderem Nebenprodukte aus der Apfelverarbeitung. Das Material soll hochwertige Optik, Langlebigkeit und Serientauglichkeit verbinden. Magna reagiert damit laut Mitteilung auf die Nachfrage von Herstellern nach Alternativen zu herkömmlichem Leder.

Das Material erfüllt nach Unternehmensangaben die zentralen Anforderungen an Fahrzeugsitze: Verschleißfestigkeit, Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse und gleichbleibende Optik unter harten Einsatzbedingungen. Farben, Narbungen und Perforationen lassen sich an das Sitzdesign des jeweiligen Herstellers anpassen. Optik und Haptik von Leder bilde es „weitgehend“ nach.

Für bestehende Fertigung ausgelegt

Magna betont, die industrielle Fertigung von Anfang an mitgedacht zu haben. Das Material lasse sich in bestehende Prozesse für Fahrzeugsitze einbinden und im industriellen Maßstab konsistent verarbeiten. Gegenüber Leder biete es zudem das Potenzial, den Zuschnitt besser auszunutzen. Unter definierten Produktionsbedingungen sei eine höhere Zuschnittausbeute möglich. Belegt wird das in der Mitteilung nicht.

Das Material gehört zum Sitzportfolio „EcoSphere“, mit dem Magna den Anteil recycelter, biobasierter und anderer alternativer Werkstoffe im Auto erhöhen will. Dazu zählen laut Unternehmen Sitze mit recycelten Schäumen, Monomaterial-Bezüge für leichtere Materialtrennung am Ende des Produktlebens sowie leichte Sitzstrukturen und Konzepte, die den Materialeinsatz in der Produktion senken.

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