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Mercedes-Benz E-Klasse T-Modell: Platz da!

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Größe, die man sieht

Nach den theoretischen Ausführungen folgte der Blick unter die Abdeckungen. Bis zur B-Säule überraschte dabei nichts, ist es doch der gleiche Auftritt wie bei der Limousine. Das Dach wirkt sehr langgezogen und fällt in ein Kombi-Heck ab, dessen Design eine vergrößerte Variante des C-Klasse-Modells darstellt. Wie beim kleinen Bruder schließt auch diese Kombi-Version sportlich ab, wirkt von den Proportionen aber ausgewogener. Eine breite, funktionale Heckklappe wird durch einen Dachspoiler abgerundet. Der Radstand ist sehr lang und große Räder lassen das Fahrzeug trotz der Ausrichtung als Familienfahrzeug sehr dynamisch wirken. Auch das T-Modell folgt dem Designtrend hin zu schmaleren Seitenscheiben, was das Fahrzeug nochmals optisch streckt.

Wie bei der Limousine folgt die breite Front der vom Kunden gewählten Design- und Ausstattungslinie – wählbar sind Exclusive, Avantgarde und AMG Line. Letztere hat den Zentralstern im Kühlergrill. Ebenso unterscheiden sich die Linien am Heck: Das Basismodell trägt einen Heckstoßfänger mit schwarzem Einsatz in Diffusor-Optik, die Abgasanlage besitzt nicht sichtbare Endrohre. Alle Designvarianten haben einen mehrteiligen Heckstoßfänger mit einem durchgehenden, so genannten Chrom-Wing. Serienmäßig bei allen T-Modell-Versionen ist der Ladekantenschutz aus Edelstahl.

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Edler Praktiker

Auch innen folgt das T-Modell dem Design der Limousine. Die Armaturentafel dominieren auf Wunsch zwei breite, hochauflösende Displays mit jeweils 12,3 Zoll Bilddiagonale. Unter einem gemeinsamen Deckglas bilden sie ein Widescreen-Cockpit. Die vollständig digitale Anzeige kann der Fahrer nach den für ihn relevanten Informationen und Ansichten konfigurieren und aus drei verschiedenen Stilen selbst wählen: „Classic“, „Sport“ und „Progressive“. Auch der Kombi hat die berührungssensitiven „Touch Controls“ im Lenkrad, womit sich das Kombiinstrument und das Multimediasystem per Finger-Wischbewegungen steuern lassen. Die verbauten Materialien wirken beim ersten Platznehmen durchweg hochwertig: Ob offenporige Hölzer oder ein neuartiges Metallgewebe – alles wirkt sehr ansprechend. Und wer es innen farbig möchte kann bei der erweiterten Ambientebeleuchtung auf 64 individuell einstellbare Farben zurückgreifen.

Genaue Verbrauchswerte

Auch die Sitze schmiegen sich bequem an den Körper. Ihre Langstreckentauglichkeit gilt es noch zu testen. Allerdings war das immer eine Stärke des Modells. Neu im Segment ist laut Daimler ein Wärme-Komfortpaket mit beheizten Armauflagen in der Tür und der Mittelkonsole und der schnell ansprechenden „Sitzheizung Plus“. Zum Marktstart stehen für den neuen Kombi die Modelle E 200 mit Vierzylinder-Benzinmotor (135 kW/184 PS) und E 220 d (143 kW/194 PS) sowie der E 250 mit 155 kW (211 PS) und einem Drehmoment von 350 Newtonmeter zur Verfügung. Der E 220 d hat einen völlig neu entwickelten Vierzylinder-Dieselmotor, der nur 4,2 Liter auf 100 km verbrauchen soll. Daimler-Vorstand Källenius betont vor dem Hintergrund der immer größer werdenden Diesel-Affäre, dass man hier mit diesem Motor liefert, was man angibt: „Wir sagen es nicht nur, sondern haben es bei realen Tests auf der Straße gemessen.“

Schneller AMG-Transporter

Im vierten Quartal 2016 folgen der E 200 d mit 110 kW (150 PS), der E 350 d mit Sechszylinder-Diesel sowie der E 400 4Matic, dessen Sechszylinder-Benzinmotor 245 kW (333 PS) leisten und über ein Drehmoment von 480 Newtonmeter verfügen soll. Alle Modelle sind bei der Markteinführung mit dem neuen Neungang-Automatikgetriebe 9G Tronic ausgerüstet. Die erste Performance-Version des T-Modells durfte Tennis-Legende Roger Federer vorstellen. Der AMG E 43 4Matic T-Modell hat mit dem 295 kW (401 PS) starken 3.0-Liter V6 Biturbomotor das Mehr an Leistung für den gutbetuchten Kunden. Der Antrieb ist ebenfalls an die 9G Tronic gekoppelt, allerdings sollen verkürzte Schaltzeiten, der Allradantrieb AMG Performance 4Matic und ein Sportfahrwerk mehr Fahrdynamik und Agilität bringen. Sportlich ambitionierte Väter dürften begeistert sein.

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Über den Autor

 Christian Otto

Christian Otto

stellvertretender Chefredakteur, AUTOMOBIL INDUSTRIE