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Consumer Electronics Show 2015

Mercedes-Benz F 015: Vision des autonomen Fahrens

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Das „Saloon Doors“-System

Ein weiteres Kernelement des Karosseriekonzepts ist das neuartige „Saloon Doors“-System mit gegenläufig öffnenden Türen. Front- und Fondportale können unabhängig voneinander betätigt werden und öffnen sich auf beiden Fahrzeugseiten im Winkel von jeweils 90 Grad. Ein hochstabiles Verbundsystem mit mechanischen Verriegelungselementen verzahnt Front- und Fondtüren im geschlossenen Zustand miteinander und bindet sie zusätzlich fest an Dachrahmen sowie Seitenschwellern an. Der so entstandene Lastpfad-Verbund soll eine extrem hohe Energieaufnahme im Falle eines Front- oder Seitenaufpralls bei geringsten Intrusionen in den Fahrgastraum ermöglichen. Um die Front- und Fondportale auch unabhängig voneinander öffnen zu können, kommt für die Fondtüren ein spezielles, an der C-Säule angeschlagenes Doppelscharnier zum Einsatz. Dieses ermöglicht die separate Entriegelung der Fondtür aus dem Verbund durch eine Schiebebewegung hin zum Heck, bevor sie sich dann per Drehung vollständig öffnet. Alle Türkinematiken sind elektrisch angetrieben und mit Einklemmschutz versehen.

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Neuartiger Türaufbau

Auch die Türen selbst haben eine wesentliche Rolle bei der passiven Sicherheit. Sie bestehen aus einem neuartigen Aufbau mit bionisch optimierter Aluminium-Innenstruktur und Carbon-Außenhaut. Entscheidend sind die crashaktiven Bordkanten in den Türen unterhalb der Seitenfenster. Diese bereits beim Experimentalsicherheitsfahrzeug ESF 2009 vorgestellte und jetzt weiterentwickelte Innovation Pre-Safe Structure ermöglicht maximale Sicherheit bei minimalem Bauraum: Bei einem seitlichen Aufprall „pumpen“ sich diese Karosserieelemente, ähnlich wie ein Airbag, blitzartig auf und können so Aufprallenergie absorbieren.

Der digitale Erlebnisraum

Den Innenraum des F 015 Luxury in Motion beschreibt Mercedes als digitalen Erlebnisraum, der mittels „Extended Sense“ vollständig mit der Außenwelt vernetzt ist. An den seitlichen und im Fond angebrachten Bildschirmen lassen sich unter anderem die Routenplanung, Musikauswahl, Bilder oder Kontakte anzeigen und per Annäherungs- und Touch-Funktion auswählen. Zudem ist ein reduziertes Abbild der Fahrzeugumgebung auf die Displays übertragbar; die Fahrbewegung wird in Form von Partikelströmen dargestellt. Die Funktionen im Front-Display sind per neuartiger Augenbewegungserkennung (Eye-Tracking) und Gesten bedienbar. Das variable Sitz-System mit vier drehbaren Lounge-Sesseln erlaubt eine Vis-à-Vis-Konstellation der Sitze. Für den bequemen Aus- oder Einstieg drehen sich die Sitze elektrisch angetrieben um jeweils 30 Grad nach außen, sobald die Türen geöffnet werden.

Laserprojektion und LED-Anzeigen

Außerdem kann das Fahrzeug mittels Laserprojektion und LED-Anzeigen Kontakt zu seiner Umwelt aufnehmen. Große LED-Displays an Front und Heck sowie ein nach vorne gerichtetes Laser-Projektionssystem übernehmen den visuellen Part. Akustisch gehören Sounds und gezielte Sprachhinweise zum kommunikativen Repertoire. Die Displays an Front und Heck verfügen über eine Kommunikationsmatrix aus dreidimensionalen, stabförmigen LED-Modulen sowie zwei Außenblöcken, die aus großen LED-Stäben bestehen. Ein schmales LED-Leuchtband oberhalb des Heck-Displays zeigt fahrspezifische Funktionen wie Bremsen, Blinken und den Fahrmodus an. Über die Farbe seiner Lichter signalisiert das Fahrzeug, in welchem Fahrmodus es sich befindet: Blau steht für autonom, Weiß für manuell. Vorne geschieht dies über die großen äußeren LED-Blöcke im Grill, am Heck übernimmt das schmale LED-Leuchtband die Anzeige dieser Information. Der jeweiligen Situation angepasst, variieren vorne sowohl Lichtverteilung als auch Lichtfarbe.

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