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Consumer Electronics Show 2015

Mercedes-Benz F 015: Vision des autonomen Fahrens

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Kommunikation mit Fußgängern

Erkennt der F 015 in seinem vorderen direkten Umfeld einen Passanten am Straßenrand, der über die Straße gehen möchte, signalisiert das Fahrzeug durch eine wellenförmige Lichtsequenz auf dem LED-Kommunikationsdisplay, dass es warten wird. Ist die Straße frei, gibt der F 015 zudem über das akustische Feedback „Please go ahead“ dem Fußgänger zu verstehen, dass er die Straße vor dem Fahrzeug überqueren kann. Befindet sich ein Fußgänger direkt vor oder hinter dem F 015, signalisiert das Fahrzeug dies mit einem wellenförmigen Tracking-Licht, das sich synchron in Gehrichtung des Fußgängers über das Display bewegt. Mit seinem Laser-Projektionssystem kann das Konzeptfahrzeug zudem wichtige Informationen in einem breiten Lichtkegel auf die Straße vor ihm projizieren. Zum Beispiel einen virtuellen Zebrastreifen, um Passanten am Straßenrand zu signalisieren, dass ein Überqueren der Straße gefahrlos möglich ist. Bremst der F 015 mit dem Ziel anzuhalten, zeigt eine entsprechende Projektion an, an welcher Position er zum Stehen kommen wird.

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Kommunikation mit dem nachfolgenden Verkehr

Mit dem nachfolgenden Verkehr kommuniziert der F 015 aktiv über ein LED-Display am Heck. Überquert ein Fußgänger die Straße vor dem F 015 und damit außerhalb des Sichtbereichs eines folgenden Fahrzeugs, warnt der F 015 die hinter ihm befindlichen Verkehrsteilnehmer über eine rot blinkende Lichtfolge auf dem rückwärtigen Kommunikationsdisplay. Das zusätzliche Trackinglicht zeigt zudem die genaue Position des Fußgängers an. Ebenso informiert eine blinkende Lichtfolge auf dem Heck-Display den rückwärtigen Verkehr, bevor eine Tür des F 015 geöffnet wird. Verlangsamt sich der Verkehr vor dem F 015 Luxury in Motion, werden nachfolgende Fahrzeuge ebenfalls informiert. Auf dem hinteren LED-Element läuft dann eine Lichtsequenz von oben nach unten ab. Anschließend wird für einige Sekunden der Schriftzug „Slow“ eingeblendet. Kommt der Verkehr vor dem Forschungsfahrzeug dagegen unerwartet ganz zum Stillstand, blinkt „Stop“ mehrfach auf.

Erste autonome Fahrt im August 2013

Dass autonomes Fahren schon heute im Stadt- und Überlandverkehr möglich ist, hat Mercedes-Benz im August 2013 eindrucksvoll gezeigt: Der seriennahe Mercedes-Benz S 500 Intelligent Drive bewältigte die rund 100 Kilometer lange Route von Mannheim nach Pforzheim, die Bertha Benz 1888 als erste automobile Fernfahrt der Geschichte zurückgelegt hatte, komplett autonom. Dazu gehörten Kreisverkehre, Engstellen in Ortsdurchfahrten mit entgegenkommenden Fahrzeugen, Radfahrer auf der Straße, Abbiegemanöver, halb auf der Fahrbahn oder in zweiter Reihe parkende Fahrzeuge, rote Ampeln, „Rechts vor Links“-Vorfahrten, Zebrastreifen, kreuzende Fußgänger und Straßenbahnen. Diesen Erfolg realisierten die Techniker mit Hilfe seriennaher sowie serienmäßiger Technik und der intelligenten Fusion von Sensordaten.

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