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Fahrbericht

Mercedes C 250: Der „Baby-Benz“ war gestern

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Es geht auch schnell

Fahrtechnisch erwartet man von einem C 250 jene Dynamik, die das Kürzel und die beschriebene Optik verspricht. Und ja, das Aggregat des C 250, das aber „nur“ ein 2,0-Liter-Ottomotor mit Turboaufladung ist, lädt gerade auf der Autobahn zum Schnellfahren ein. Allerdings könnte die Siebengang-Automatik die 211 PS ein wenig knackiger übersetzen. Teilweise reagierte der Motor beim Durchtreten des Gaspedals deshalb etwas angestrengt und nicht ganz so flüssig, wie erhofft. Trotzdem machte das Fahren Spaß und auch bei kurvigeren Überlandstrecken zeigte die C-Klasse sich in puncto Fahrwerk souverän. Eine direkte Lenkung rundet den guten Gesamteindruck ab.

Beim Thema Verbrauch genehmigt sich der C 250 natürlich mehr als die werksseitig angegebenen 5,6 Liter Super. Knapp acht Liter brauchte die Limousine auf hundert Kilometer. Angesichts des Streckenprofils und der zügigen Fahrweise geht dieser Wert aber mehr als in Ordnung.

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Ausreichend Platz

Platzmäßig bot die Limousine auch im Fond Normalgewachsenen ausreichend Platz. Allerdings dürften Personen jenseits der 1,85 Meter doch ein wenig Probleme bei der Beinfreiheit bekommen. Auch der W 205 wird als Limousine kein Lastenesel. Und doch findet das Gepäck von drei Erwachsenen bei einem Kofferraumvolumen von 480 Litern locker Platz. Wer mehr benötigt, sollte zum T-Modell greifen.

Die C-Klasse mit diesem Motor gibt es ab knapp 41.000 Euro. Doch die erwähnten Helferlein und Ausstattungszusätze lassen die Aufpreisliste ordentlich wachsen. Ein Preis jenseits der 50.000 Euro ist deshalb schnell erreicht. Doch dafür hat die C-Klasse auch kaum noch etwas mit dem oft zitierten „Baby Benz“ der 90er Jahre zu tun.

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Über den Autor

 Christian Otto

Christian Otto

stellvertretender Chefredakteur, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE