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Fahrbericht Mercedes C 250: Der „Baby-Benz“ war gestern

| Autor: Christian Otto

Die C-Klasse ist ein Erfolgsmodell von Mercedes-Benz. Die neue Generation zeigte sich im Test als souveräner Begleiter, der aufgrund seiner Ausstattung auch ein Fahrzeugsegment höher konkurrenzfähig wäre.

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Der Mercedes C 250 überzeugte vor allem mit seinem dynamischen Design.
Der Mercedes C 250 überzeugte vor allem mit seinem dynamischen Design.
(Foto: Thomas Günnel/ AI)

Schon über ein Jahr ist das Debüt der neuen C-Klasse her. Trotzdem wollen wir unsere Testeindrücke vermitteln. Schließlich hatte das als „kleine S-Klasse“ gefeierte Mittelklassemodell von Mercedes viele Vorschusslorbeeren erhalten. Und die weiße Limousine, die wir auf Herz und Nieren prüfen durften, sprach uns schon vor der ersten Ausfahrt durch das sportliche Design und die hohe Innenraumqualität an. Mit dem C 250 erhielten wir zudem ein Aggregat, das mit 155 kW/211 PS Fahrspaß erwarten ließ.

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Die Limousine vereint auf den ersten Blick Sportlichkeit mit dem von Mercedes lange gepflegten Understatement. Doch gerade im Vergleich zum Vorgänger, der die Baureihenbezeichnung W 204 trug, wirkt der W 205 wesentlich dynamischer. Dafür sorgt vor allem die lange Motorhaube mit dem zurückgesetzten Cockpit. Unser Testwagen folgte der Designlinie Avantgarde, der zwar nicht ganz so sportlich wie die AMG Line auftritt aber trotzdem mit einer auffällig zerklüfteten Front und dem Avantgarde-typisch integrierten Stern eine gewisse Aggressivität in die Rückspiegel der Vorausfahrenden zaubert.

Auch die scharf geschnittene Seitenlinie unterstreicht den dynamischeren Anspruch und findet ihren gelungenen Abschluss in einem muskulösen Heck, das mit einer Doppelauspuffblende sportliche Ambitionen suggeriert.

Innere Werte

Wer das Äußere nicht so ansprechend findet wie der Autor, dürfte sich zumindest im Inneren der C-Klasse wohlfühlen. Schon die erste Sitzprobe lässt keinen Zweifel an der Hochwertigkeit aufkommen. Die bequemen, elektrisch verstellbaren Sitze haben sich insbesondere auf der Langstrecke bewährt. Die Haptik der Bedienelemente und Oberflächen könnte auch noch den Ansprüchen von Kunden eines höheren Fahrzeugsegments locker genügen. Zudem begeisterte die Burmester-Anlage mit einem tollen Klang.

Auch die Assistenzsysteme betten sich gelungen in dieses Innenraumkonzept ein. Sicher ist der aufgesetzte Bildschirm weiterhin Geschmackssache. Doch er spiegelt alle wesentlichen Funktionen und Informationen wieder und wirkt in der C-Klasse optisch besser integriert als bei den kompakteren Modellen der Marke. Auch der Stau-Assistent überzeugt und gab einen Vorgeschmack auf die Möglichkeiten des automatisierten Fahrens, an dem derzeit alle Hersteller arbeiten. Das Head-up-Display ist zwar optional, war aber eine willkommene und gelungene Hilfe.

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Über den Autor

 Christian Otto

Christian Otto

stellvertretender Chefredakteur, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE