Mercedes-Benz Källenius: Auch nach 2030 noch Verbrenner

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Mercedes-Chef Ola Källenius hält das von der EU geplante Verbrenner-Aus 2035 nicht für unumgänglich. In einem Interview mit „Zeit online“ erklärt er, dass der Konzern weiter auf einen Antriebsmix setzen wird.

Laut Källenius legt Mercedes zwar „in dieser Dekade den Grundstein für ein vollelektrisches Portfolio in allen Fahrzeugklassen“. Der Zeitpunkt für den letzten Verbrenner stehe allerdings noch nicht fest.(Bild:  Mercedes-Benz Group)
Laut Källenius legt Mercedes zwar „in dieser Dekade den Grundstein für ein vollelektrisches Portfolio in allen Fahrzeugklassen“. Der Zeitpunkt für den letzten Verbrenner stehe allerdings noch nicht fest.
(Bild: Mercedes-Benz Group)

„Selbstverständlich“ werde ein Kunde „auch nach 2030 einen Verbrenner von Mercedes bekommen“, verspricht Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Group, in einem Interview mit „Zeit online“ (9. Februar). Das Unternehmen lege zwar „in dieser Dekade den Grundstein für ein vollelektrisches Portfolio in allen Fahrzeugklassen“, so Källenius. „Den Zeitpunkt für den letzten Verbrenner kennen wir jedoch schlichtweg nicht.“

Källenius verweist auf den Kunden: „Unser Produktangebot richtet sich grundsätzlich nach den Kundenwünschen und wird stets auf dem technologisch neuesten Stand sein – das beinhaltet bis deutlich in die Dreißigerjahre hinein auch Verbrenner. Und Plug-in-Hybride, deren Batterie für einen emissionsfreien Alltag reicht und bei denen man am Wochenende für lange Strecken den Verbrenner nutzen kann.“

E-Mobilität: Anfangs zu viel Optimismus?

Mit Blick auf den Absatzeinbruch bei Elektroautos nach dem teilweise abrupten Stopp staatlicher Förderung räumt Källenius ein: „Vielleicht gab es in der ganzen Branche ein bisschen zu viel Optimismus, jetzt herrscht mehr Realismus.“ Der Mercedes-Chef zeigt sich in dem Interview vorbereitet: „Wir können auf dem gleichen Band hocheffiziente Verbrennerautos bauen, aber auch Plug-in-Hybride – und Elektrofahrzeuge.“

Den Plan der EU, ab 2035 keine Verbrenner mehr zuzulassen, hält er nicht für unumstößlich: „Der Plan der EU ist ja, im Jahr 2026 erst mal eine Bestandsaufnahme zu machen und dann zu sehen, was machbar ist und was nicht. Källenius rät, „im Jahr 2026 eine sachliche Diskussion zu führen“. Der Stand der Ladeinfrastruktur in ganz Europa werde das A und O sein, erwartet er. „Auf jeden Fall werden Menschen immer nach individueller Mobilität streben.“

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