Entwicklung
Mercedes Marienfelde: Große digitale Pläne
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Elektrische Axial-Fluss-Motoren, künstliche Intelligenz, humanoide Roboter: Das ist in Kürze die Zukunft des Mercedes-Standortes Berlin-Marienfelde. Mitte März gab der Autohersteller einen Ausblick.
Vor rund drei Jahren etablierte Mercedes den Standort Berlin-Marienfelde als Kompetenzzentrum für die Digitalisierung der Produktion. Im Digital Factory Campus entstehen seitdem in einer realen Produktionsumgebung Software, Produktionsprozesse und -funktionen; und hier testen die Menschen vor Ort diese Entwicklungen – ehe sie auf die Montagelinien der Werke ausgerollt werden. Zu ihren Aufgaben gehört auch, die Software in der Produktion des Autoherstellers zu implementieren – zum Beispiel beim Anlauf des neuen Mercedes-Benz CLA im Werk Rastatt. Es ist das erste Auto des Konzerns mit dem Betriebssystem „MB.OS“. Die Weltpremiere war vor wenigen Tagen.
Diese „digitalen Pioniere“, wie Mercedes sie nennt, stammen teils aus der früheren Mannschaft. „Wir haben in der Belegschaft in Marienfelde gefragt: „Wer hat Interesse an einer Weiterentwicklung?“, blickte Produktionsvorstand Jörg Burzer zurück. „50 Kollegen haben sich gemeldet – wir haben sie zu Junior-Softwareentwicklern ausgebildet. Vorher waren sie Maschinenführer im Bearbeitungszentrum – jetzt setzen sie digitale Prozesse weltweit um.“
Inzwischen gibt es die dritte Runde dieser Weiterbildung, andere Werke folgen. Und: „Es gibt ein Netzwerk, in dem sich die Leute gegenseitig helfen“, sagte Burzer. Interessant auch: „Wir haben früher viel mit externen Beratern gearbeitet – den wirklichen Push haben wir bekommen, weil jetzt Leute mit Ahnung von den Produktionsprozessen die Programmierung machen“, beschreibt der Produktions-Chef.
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