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Bis zu 50 Kilometer Aktionsradius
Oberhalb von 120 Kilometer pro Stunde schließlich treibt der Ottomotor wegen seiner Effizienzvorteile die Vorderräder direkt an. Bei diesem parallelen Hybridmodus sorgen die beiden Elektromotoren bei Bedarf an Vorder- und Hinterachse für zusätzliche Traktion, während der Generator zusätzliche Energie erzeugt, um die Batterie zu schonen und die Motoreffizienz zu erhöhen. Sind die hohen Leistungsanforderungen nicht mehr gegeben, wechselt die Systemsteuerung automatisch wieder in der seriellen Hybridmodus oder elektrischen Fahrbetrieb zurück.
Die zwölf Kilowattstunden große Lithium-Ionen-Batterie (Betriebsspannung 300 Volt) ermöglicht Aktionsradien von bis zu 50 Kilometer und kann an der Haushaltssteckdose in etwa fünf Stunden vollständig aufgeladen werden. An einem Schnellladegerät nimmt der Ladevorgang auf 80 Prozent der maximalen Kapazität etwa 30 Minuten in Anspruch. Ohne Netz kann die Batterie per Tastendruck ebenfalls aufgeladen werden, dann fungiert der Benzinmotor als Generator und lädt die Batterie binnen 40 Minuten zu 80 Prozent auf. Daneben wird die Batterie während der Fahrt per Verbrennungsmotor/Generator oder regenerativem bremsen aufgeladen. Eine weitere optionale Funktion verhindert, dass die Batterie unter ein bestimmtes Level entladen wird. Der Qualität seiner elektrischen Komponenten scheint Mitsubishi zu vertrauen, denn für den Plug-in-Hybrid Outlander ist eine Fünfjahres-Herstellergarantie bis 100.000 Kilometer Laufleistung obligatorisch. Neu ab dem Modelljahr 2016 ist die Achtjahres-Garantie bis zu einer Gesamtfahrleistung von 160.000 Kilometer auf die Fahrbatterie.
Plug-in-Technik für andere Modelle
Beim Basismodell hat Mitsubishi trotz der aufgewerteten und umfangreicheren Ausstattung den Einstandspreis von 39.990 Euro gehalten. Allerdings kosten die nächsthöheren Ausführungen „Plus“ und „Top“ mit 45.990 beziehungsweise 50.990 Euro jeweils 1.000 Euro mehr als vor dem Facelift. Dies dürfte den erfreulichen Absatzzahlen vermutlich keinen Abbruch tun. Seit 2012 hat das Unternehmen allein in Europa mehr als 40.000 Einheiten des Plug-in-Hybrids verkauft, davon leider nur etwa 1.100 in Deutschland. Allerdings scheint der Markt in Deutschland sich zu beleben, schließlich rechnet Mitsubishi-Deutschland-Chef Frey im Jahr 2015 mit 2.000 Verkäufen, 2016 sollen in Deutschland sogar 2.500 Plug-in-Hybrid Outlander ausgeliefert werden. Das wären dann jeweils mehr als die Hälfte des gesamten Outlander-Volumens in Deutschland, der zusätzlich auch mit Otto- oder mit Dieselmotor angeboten wird. Kleine Notiz am Rande: Mit den von Januar bis September 2015 abgesetzten etwa 1.500 Einheiten des Plug-in-Hybrid Outlander hat Mitsubishi laut Frey in Deutschland fast genau so viele Plug-in-Hybride verkauft wie alle deutschen OEM zusammen. Künftig will Mitsubishi seine Plug-in-Technik auf andere Modelle ausweiten und im Jahr 2020 jeden fünften Pkw mit dieser Antriebstechnik verkaufen.
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