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Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander: Modellpflege

| Autor/ Redakteur: Hartmut Hammer / Thomas Günnel

Während der Wettbewerb reihum seine Plug-in-Hybrid-Erstlinge der Öffentlichkeit präsentiert, schärft Mitsubishi still und leise das Profil seines bereits seit 2012 erhältlichen Outlander nach.

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Mitsubishi hat den Plug-in Hybrid Outlander überarbeitet. Das neue Modell kommt mit einem geänderten Design und lässt sich ins heimische Stromnetz einbinden.
Mitsubishi hat den Plug-in Hybrid Outlander überarbeitet. Das neue Modell kommt mit einem geänderten Design und lässt sich ins heimische Stromnetz einbinden.
(Foto: Mitsubishi)

Der runderneuerte Outlander mit Otto- und hauptsächlich elektromotorischem Antrieb zeigt nicht nur eine neue Optik, sondern bietet auch zahlreiche Optimierungen unter dem Blechkleid. Zudem wird er ans Netz gehen. Ab dem Jahr 2016 wird Mitsubishi ein Komplettpaket mit bidirektionaler Ladestation anbieten, mit der die Outlander-Batterie zum mobilen Pufferspeicher wird. Sobald die Batterie des Hybrid-Outlanders mit dem häuslichen Stromnetz verknüpft ist, kann von der Photovoltaikanlage „geernteter“ Strom in die Batterie eingespeist werden. Umgekehrt wird dann die Batterie bei Bedarf zur Energiequelle für häusliche Elektrogeräte. Diese Art der intelligenten Einbindung in das Stromnetz bietet Mitsubishi im heimischen Japan bereits seit 2012 an. Als Ergänzung dazu bringt Mitsubishi ebenfalls 2016 in Deutschland eine Power Box auf den Markt, mit der fernab einer Steckdose die Energie der Outlander-Batterie zum Betrieb von Elektrogeräten genutzt werden kann, etwa einer Heckenschere oder Motorsäge.

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Mehr als 130 Änderungen und Neuerungen will Mitsubishi im neuen Plug-in-Hybrid Outlander zum Modelljahr 2016 realisiert haben. Von außen gleich erkennbar ist die veränderte Frontpartie mit LED-Hauptscheinwerfern und integriertem LED-Tagfahrlicht, einem dunklen Chrombeschichtung rund um den Kennzeichenbereich, sowie glänzendem Chrom drum herum. Auch das Interieur wurde optisch, haptisch und funktional überarbeitet. So ist der Getriebewählhebel jetzt im kompakten Joystick-Format, eine Fahrmodusanzeige informiert den Fahrer, der darüber hinaus verschiedene Optionen für das Laden der Batterie und ein Energiespar-Fahrprogramm wählen kann.

Leiser, aufmerksamer, übersichtlicher

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Facelifts betraf das NVH-Verhalten. Ein 40 Punkte umfassendes Maßnahmenpaket minimiert Vibrationen sowie die Geräuscheinflüsse durch Reifen, Antrieb, Fahrtwind und Karosserie. Wichtigste Maßnahmen sind punktuelle Verstärkungen sowie gezielte Schalldämmungs- und Isoliermaßnahmen in relevanten Karosseriezonen, ein überarbeiteter vorderer Rahmenquerträger sowie Versteifungen im Fahrbatterie- und Motorraum. Ein geändertes Frontspoilerdesign senkt den Schalldruck im Vordertürbereich um 5 dB (A). Die Sicherheitsausstattung wurde zum Modelljahr 2016 um zwei Assistenzfunktionen ergänzt. So warnt UMS (Unintended Acceleration Mitigation System) beim Anfahren bis zu einer Geschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde vor Hindernissen bis zu vier Meter vor oder hinter dem Fahrzeug. Eine neue 360-Grad-Funktion auf Kamerabasis stellt das Fahrzeug aus der Vogelperspektive dar und erleichtert das Rangieren sowie Parkmanöver in beengter Umgebung.

Noch etwas effizienter

Im Antriebsstrang des Plug-in-Hybrid Outlander hat Mitsubishi unter anderem die Motorsteuerung besser abgestimmt und die Reibleistung im 2,0-Liter-Ottomotor reduziert. Neben einem besseren Ansprechverhalten und Beschleunigungsvermögen des Hybridantriebs sinkt dadurch der kombinierte Verbrauch des Fahrzeugs von 1,9 (= 44 g CO2/km) auf 1,8 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer (= 42 g CO2/km). Gekoppelt ist der Ottomotor (89 kW) weiterhin mit je einem 60 Kilowatt starken Elektromotor an der Vorder-, beziehungsweise Hinterachse. Die beiden Elektromaschinen treiben bei moderaten Lastanforderungen und bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometer pro Stunde die Vorder- und Hinterachse an. Bei zusätzlichem Leistungsbedarf, etwa beim starken Beschleunigen oder bergauf, aktiviert die Systemsteuerung automatisch den seriellen Hybridmodus. Dann stellt der Ottomotor per 70-kW-Generator der Batterie weitere elektrische Energie zur Verfügung.

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