Mobileye präsentiert ein Driver Monitoring System (DMS), das die Fähigkeiten der Fahrerinnen und Fahrer sowie des Fahrzeugs nahtlos miteinander verknüpft. Das erhöht die Sicherheit zu geringeren Kosten.
Mobileye DMS™ gleicht die Blickrichtung von Fahrer:innen mit der Umgebungserkennung in Echtzeit ab
(Bild: Mobileye)
Seit Jahren befassen sich Driver Monitoring Systeme mit einem der größten Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr: dem menschlichen Faktor. Müdigkeit, Ablenkung und Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss verursachen nach wie vor jährlich Millionen von Unfällen. Da Fahrzeuge immer mehr Fahraufgaben übernehmen, hängt die Sicherheit zum großen Teil nicht nur davon ab, was das Fahrzeug „sieht“, sondern auch davon, wie gut sich die Person hinter dem Lenkrad und das System in Echtzeit verstehen.
Um Automobilhersteller bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen, hat Mobileye ein eigenes DMS entwickelt, das auf der tiefgreifenden Expertise in KI-gestützter Computer Vision und Fahrassistenzsystemen (ADAS) basiert. Mobileye vereint dabei das Fahrassistenzsystem mit dem Driver Monitoring System auf einem einzigen Chip. Für Automobilhersteller bedeutet dies: vereinfachte Entwicklung, geringere Systemkosten und globale Skalierbarkeit über verschiedene Fahrzeugplattformen hinweg – und das alles auf einer einzigen hochintegrierten Plattform. Damit wird eine intuitive Verbindung zwischen Fahrer:innen und Fahrzeugen geschaffen und ein natürlicheres sowie kooperatives Fahrerlebnis ermöglicht.
„Wir sind zu einem globalen Marktführer im Bereich ADAS geworden, indem wir kontinuierlich neue Technologien entwickeln, welche die Herausforderungen unserer Kundschaft lösen“, sagte Nimrod Nehushtan, Executive Vice President Business Development bei Mobileye. „Unsere neue DMS-Lösung überwindet nicht nur die geschäftlichen Hürden bei der Integration von DMS und ADAS, sondern verbessert auch die Synergien zwischen beiden Systemen, um das Fahrerlebnis noch besser zu machen.“
Im Gegensatz zu eigenständigen Lösungen arbeitet Mobileye DMS™ im Einklang mit den externen Sensorsystemen des Fahrzeugs. Durch den Abgleich der Blickrichtung der Person hinter dem Steuer mit den von den externen ADAS-Kameras in Echtzeit erfassten Straßenbedingungen kann das System beurteilen, ob Fahrer:innen Hindernisse oder gefährdete Verkehrsteilnehmer:innen wie Fußgänger:innen und Radfahrer:innen wahrgenommen haben. So kann die Systemreaktion entsprechend angepasst werden, um abrupte Eingriffe zu reduzieren. Wurde das Risiko nicht bemerkt, kann das System rechtzeitig Warnungen auslösen und so helfen, Unfälle zu verhindern, noch bevor sie passieren. Dieses nahtlose Zusammenspiel zwischen Mensch und Fahrzeug ermöglicht es den Fahrer:innen, ihre Aufmerksamkeit zur richtigen Zeit auf den richtigen Punkt zu lenken.
Nachfolgend finden Sie mit Klick auf das Bild ein kurzes Demovideo.
Kontrolle innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs
Mobileye DMS verwendet eine im Fahrzeuginnenraum installierte Infrarotkamera, die mit 60 Bildern pro Sekunde hochfrequente Aufnahmen der Augen der Person hinter dem Lenkrad erstellt. Mithilfe von KI-gestützten neuronalen Netzen analysiert Mobileye DMS dann die Augenbewegungen und die Blinzelgeschwindigkeit, um Blickrichtung und Aufmerksamkeitsniveau mit hoher Genauigkeit zu verfolgen. Das System wurde darauf trainiert, Anzeichen von Müdigkeit wie Gähnen, Ablenkungen wie die Nutzung des Handys während der Fahrt sowie weitere Hinweise auf beeinträchtigtes Fahrverhalten zu erkennen.
Die Besonderheit bei der Lösung von Mobileye ist die Verknüpfung der Innenraumüberwachung mit Echtzeit-Straßeninformationen der ADAS-Kameras. Durch die Korrelation von Blickmustern der Fahrer:innen mit tatsächlichen Straßenbedingungen ist das System darauf trainiert, Ablenkungen zu erkennen, die herkömmliche DMS übersehen könnten – etwa, wenn die Augen der Person am Lenkrad zwar geöffnet sind, aber kritische Gefahrenbereiche nicht absuchen. Diese kontextbezogene Wahrnehmung ermöglicht eine verbesserte Erkennung beeinträchtigten Fahrverhaltens, von grundlegenden Indikatoren wie Gähnen bis hin zu komplexen Ablenkungsmustern, die reine Innenraumsysteme nicht identifizieren können.
Da sich global die Vorschriften zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr weiterentwickeln, wird künftig DMS zunehmend zur Voraussetzung für die Erfüllung von Sicherheitsstandards. So umfassen beispielsweise die Euro NCAP Bewertungen 2026 sowohl Anforderungen an die Überwachung von Fahrer:innen als auch an die Insassenüberwachung. Andere Vorschriften schreiben DMS für die Compliance vor. Bestehende DMS-Lösungen erhöhen jedoch die Kosten und die Komplexität des Fahrzeug-Technologiestacks.
Mobileye Fahrassistenzsysteme mit dem Driver Monitoring System auf einem einzigen Chip
(Bild: Mobileye)
Für Automobilhersteller entfällt mit dem Mobileye DMS die Notwendigkeit, einen separaten Prozessor in ihren Technologiestack zu integrieren. Dadurch werden Kosten reduziert und die Ziele zur Konsolidierung von SoC / ECU unterstützt. Das System kann entweder den EyeQ™6 Lite oder EyeQ™6 High nutzen, mit verschiedenen Kamera- und Sensoroptionen, die für spezifische Anforderungen angepasst werden.
Auf fortschrittlichen ADAS-Plattformen wie Mobileye Surround ADAS™, Mobileye SuperVision™ und Mobileye Chauffeur™, die in bestimmten Bereichen1 Hands-off und/oder Eyes-off Fahren ermöglichen, unterstützt die Verbindung von DMS und ADAS Fahrer:innen mit präziseren Systemübernahmeaufforderungen.
Zusätzlich kann das Mobileye DMS auch für Steuerungsfunktionen genutzt werden. Es ermöglicht dynamische Anpassungen des Fahrzeugverhaltens basierend auf dem Echtzeit-Aufmerksamkeitsniveau der Fahrer:innen. Wird eine verringerte Aufmerksamkeit erkannt, kann das System automatisch den Sicherheitsabstand erhöhen, die Empfindlichkeit der Geschwindigkeitsregelung anpassen oder automatisierte Spurwechsel einschränken. Wird die Aufmerksamkeit der Fahrer:innen als unzureichend identifiziert, kann das System eine Bestätigung für einen Spurwechsel verlangen – zum Beispiel indem es die Person am Steuer auffordert, kurz in den Seitenspiegel zu blicken. Diese adaptiven Reaktionen, die von Automobilherstellern feinjustiert werden können, tragen dazu bei, das Fahren sicherer zu machen, bis die volle Aufmerksamkeit am Lenkrad wiederhergestellt ist.
Zukünftig wird die Überwachung des Fahrzeuginnenraums voraussichtlich eine noch größere Bedeutung gewinnen, da Hands-off Fahrsysteme und autonome Fahrfunktionen mehr Menschen zugänglich sein wird. Bei Systemen wie Mobileye Surround ADAS, Mobileye SuperVision und Mobileye Chauffeur, die nach wie vor die Überwachung durch einen Menschen in bestimmten Situationen verlangen, ermöglicht die Kombination aus Zustand der Fahrer:innen und der Umgebungswahrnehmung intelligentere Übernahmeaufforderungen, die sicherstellen, dass bei Bedarf die Kontrolle übernommen werden kann.
Driver Monitoring Systeme werden zukünftig unverzichtbar, wenn Sicherheit und Autonomie im Straßenverkehr noch mehr an Bedeutung gewinnen werden. Durch die Verbindung von Innenraum- und Umfelderkennung schafft der integrierte Ansatz von Mobileye einen vereinfachten Integrationsansatz für Automobilhersteller und verbessert das Fahrerlebnis.
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Stand: 08.12.2025
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