Fahrbericht

Neuer BMW X1 – erstmals auch rein elektrisch als iX1

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Fahrdynamik profitiert von der Leichtbauweise

Der gelungenen Fahrwerkabstimmung ist es hingegen egal, welcher Motor unter der Haube werkelt. Ob Diesel oder Benziner, der X1 verhält sich so, wie es von einem BMW erwartet wird: Mit straffer, aber nicht unkomfortabler Federung, agilem Handling und präziser Lenkung hält der Wagen jederzeit sicher Kurs. Auch der X1 profitiert nun serienmäßig von der sogenannten „Aktornahen Radschlupfbegrenzung“, die mit schnelleren und exakteren Regeleingriffen Traktion und Fahrstabilität gewährt.

Zu empfehlen ist das optionale adaptive M-Fahrwerk, das eine sogenannte „frequenzselektive Dämpfung“, eine Sportlenkung sowie eine Tieferlegung um 15 Millimeter umfasst. Bei allen X1-Modellen kommen der Fahrdynamik neben dem verlängerten Radstand und der größeren Spurweite die Leichtbauweise und verbesserte Steifigkeit zugute.

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Elektro-Version: In 5,7 Sekunden von 0 auf 100

Das gilt natürlich ganz besonders für die Elektro-Version iX1, wo eingesparte Pfunde neben der Aerodynamik über die Reichweite entscheiden. Die soll bei dem SUV-Stromer mit seiner 64,7-kWh-Batterie bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 17,3 bis 18,4 kWh nach WLTP 413 bis 438 Kilometer betragen.

Je eine E-Maschine an der Vorder- und Hinterachse sorgen beim iX1 x-Drive30 für einen elektrischen Allradantrieb mit einer Gesamtleistung von 230 kW (313 PS). Mit dem Systemdrehmoment von 494 Nm katapultiert sich der Wagen ansatzlos aus dem Stand in 5,7 Sekunden auf Tempo 100.

Die Spitze wird hier elektronisch bei 180 km/h gekappt. Mit Gleichstrom kann der Hochvolt-Akku mit maximal 130 kW in 29 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden. Mit Wechselstrom dauert eine volle Ladung bei 11 kW 6,5 Stunden, optional ist der Energiespeicher bei 22 kW aber auch nach 3 Stunden und 45 Minuten wieder vollständig gefüllt.

Smarte Tempoanpassung

Durch die flach im Boden eingebaute Batterie und dem daraus resultierenden Schwerpunkt bringt den iX1 so schnell nichts aus der Ruhe. Das Fahrwerk kaschiert sowohl die schwere Fracht als auch die Unebenheiten im Asphalt.

Ein sehr nützliches Feature ist die adaptive Rekuperation zur Energierückgewinnung. Auch bei nicht aktivierter Zielführung nutzt es die Daten des Navigationssystems und der Sensoren der Fahrerassistenzsysteme, um das Tempo an Kreisverkehre, vorausfahrende Fahrzeuge, Tempolimits oder Ortseingangsschilder anzupassen, sobald der Fahrer den Fuß vom Fahrpedal nimmt.

Mehr in die Kategorie nette Spielerei fällt hingegen die Boost-Funktion. Drückt man die Taste auf dem linken Lenkrad-Paddle, läuft ein Zehn-Sekunden-Countdown, in dem der Stromer in schwindelerregender Beschleunigung nach vorne schießt. Und der von Hollywood-Komponist Hans Zimmer entwickelte „Iconic Sound“, der bei jeder Bewegung des Fahrpedals einen an- und abschwellenden sphärischen Antriebssound im Innenraum erklingen lässt, ist ohnehin immer optional.

Drei Ausstattungslinien stehen zur Verfügung

BMW verabschiedet sich beim neuen X1 von den bisherigen Ausstattungslinien. In Zukunft wird es neben der Basis nur noch die beiden Grundausstattungen „x-Line“ und „M Sport“ geben und dazu individuell zusammengestellte Ausstattungspakete. Serienmäßig an Bord sind jetzt unter anderem ein Navigationssystem, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, zahlreiche Fahrerassistenzsysteme, Parkassistent einschließlich Rückfahrkamera sowie weitere digitale Services.

Der iX1 ist außerdem ab Werk mit einer Standklimatisierung zum Aufheizen beziehungsweise Abkühlen des Innenraums vor Fahrtantritt ausgestattet.Dazu gesellen sich weitere Assistenzsysteme wie der Kollisionswarner mit Bremseingriff, Verkehrszeichenerkennung, Spurverlassenswarner mit Lenkeingriff, Tempomat mit Bremsfunktion sowie eine Ausweichhilfe.

Weitere elektronische Helfer wie Spurwechsel-, Querverkehr-, Heckkollisions- und Ausstiegswarner kosten dagegen immer noch Aufpreis. Ebenso kamera- und radarbasierte Systeme wie Lenk- und Spurführungsassistenten, aktive Temporegler mit Stop & Go-Funktion bis 180 km/h oder ein automatischer Speed Limit Assist, die ein automatisiertes Fahren auf Level 2 ermöglichen.

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Elektro-Version ab 55.000 Euro erhältlich

Die erweiterte Serienausstattung bedeutet allerdings auch höhere Einstiegspreise. So startet der X1 s-Drive18i mit Dreizylinder-Benziner nun erst ab 43.900 Euro, die von uns gefahrenen Version s-Drive18d kostet schon 46.450 Euro und der Top-Benziner ist nicht unter 54.300 Euro zu bekommen – wohlgemerkt in den jeweiligen Grundausstattungen. Für das vollelektrische Modell iX1 ruft BMW mindestens 55.000 Euro auf.

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