E-Antrieb Integriertes Batteriesystem bringt mehr Platz und Reichweite

Von sp-x 2 min Lesedauer

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Wenn ein Autohersteller bei einem neuen System Verbesserungen in allen Bereichen verspricht, ist durchaus Vorsicht angebracht. Ein neues Batteriesystem von Stellantis lässt allerdings aufhorchen.

Stellantis hat ein neues Batteriesystem entwickelt.(Bild:  Stellantis)
Stellantis hat ein neues Batteriesystem entwickelt.
(Bild: Stellantis)

Mehr Reichweite, schnelleres Laden, höhere Leistung und mehr Platz im Elektroauto soll ein neues Batteriesystem von Stellantis bringen. In gut fünf Jahren sollen die ersten Modelle verschiedener Marken des Multikonzerns damit auf den Markt kommen.

Der Wechselrichter ist in einem E-Auto zusammen mit dem bordeigenen Ladegerät ein unverzichtbares Bauteil. Beide wandeln den Gleichstrom aus der Batterie in Wechselstrom um, den jeder E-Motor zum Antrieb braucht. Nachteil: Diese Komponenten benötigen im Untergeschoss des Stromers viel Platz. Zusammen mit Partnerfirmen und Universitäten hat Stellantis jetzt das neue System „IBIS“ entwickelt. Hier wandern beide bislang getrennten Geräte in die Batterie und nehmen dadurch weniger wertvollen Platz weg, den etwa Designer für ihre Arbeit einfordern.

Erste Tests zeigen gute Ergebnisse

Mit einem Prototypen auf Basis des Peugeot-SUV E-3008 schicken die Franzosen jetzt das erste Auto mit dem neuen System für Praxistests auf die Straßen. Die ersten Daten sind vielversprechend: Die Messungen registrierten zehn Prozent höhere Energieeffizienz (also weniger Stromverbrauch) und 15 Prozent mehr Ladeleistung: 175 kW anstatt 150 kW beim heutigen Serienmodell.

Die nunmehr im Batteriekörper versteckten, bisher separaten Geräte reduzieren das Fahrzeuggewicht um bemerkenswerte 40 Kilogramm. Fürs Design ist das um 17 Liter gesteigerte Volumen im Unterboden wichtig. Es ermöglicht unter anderem eine flachere Motorhaube und sorgt damit für eine bessere Aerodynamik.

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Ausfälle auf Zellebene kompensieren

Als weiteren Vorteil nennt Peugeot eine einfachere Wartung. Fällt zum Beispiel eine der Batteriezellen aus, wird sie im Fahrbetrieb einfach übersprungen, das E-Auto fährt ohne spürbaren Leistungsverlust weiter. In der Werkstatt kann die defekte Zelle später schneller als derzeit ausgetauscht werden. Gut für künftige Kunden: Sollten einzelne Zellmodule in der Batterie mit zunehmender Laufzeit des Autos an Leistung verlieren, können sie durch neue Zellen ersetzt werden, die Lebensdauer des Autos steigt um mehrere Jahre.

Das Ibis-System kann mit verschiedenen Ladestationen oder Wallboxen zusammenarbeiten. Zudem verkürzt sich die Ladezeit. Auch für die Werkstätten bringt das neue System Vorteile. Mechaniker sollen für Wartungsarbeiten die Batterieverpackung sicherer öffnen können. Das bringt auch mehr Sicherheit bei der Produktion des Fahrzeugs.

Noch hüllen sich die Franzosen in Schweigen, welche Modelle der Stellantis-Familie vom neuen Batteriesystem als erstes profitieren werden. Als sicher gilt, dass die SUV-Modelle von Peugeot (E-2008 bis 5008) ebenso wie die Schwestermodelle von Opel (Grandland) oder der Nobelmarke DS bedacht werden.

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