Batterieproduktion Northvolt steht zum Standort Heide

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der Batteriehersteller Northvolt will Geld sparen und Stellen abbauen. Der Bau der Fabrik bei Heide in Schleswig-Holstein soll jedoch weitergehen.

Trotz Sparprogamm geht der Bau der Northvolt-Batteriefabrik im schleswig-holsteinischen Heide weiter. Im Bild: Rendering des fertigen Werkes.(Bild:  Northvolt)
Trotz Sparprogamm geht der Bau der Northvolt-Batteriefabrik im schleswig-holsteinischen Heide weiter. Im Bild: Rendering des fertigen Werkes.
(Bild: Northvolt)

Der schwedische Batteriehersteller Northvolt kündigte am Montag (9. September) einen Stellenabbau an. Unter anderem soll die Fertigung von Kathodenmaterial am Standort in Skelleftea im Norden Schwedens eingestellt werden. Wie viele Arbeitsplätze wegfallen, sei noch offen. Eine Anlage in Borlänge in Mittelschweden werde gestrichen, für das Werk in Polen ein Partner gesucht.

Im Herbst will das Unternehmen über eine mögliche Anpassung des Zeitplans für den Bau der Batteriefabrik bei Heide in Schleswig-Holstein entscheiden. „Northvolt steht zum Standort bei Heide, ist in engem Kontakt mit Landes- und Bundesregierung sowie den kommunalen Vertretern vor Ort und ist dankbar für die Unterstützung“, sagte ein Unternehmenssprecher.

Die Arbeiten in Heide und an den beiden anderen Standorten für künftige Batteriefabriken im schwedischen Göteborg und in Kanada sollen in der Zwischenzeit weitergehen. Northvolt wolle seine Geschäftstätigkeit zunächst auf die Großserienfertigung von Batteriezellen konzentrieren. Parallel werde das Unternehmen Kosten senken und strategische Partnerschaften ausloten. Im Ergebnis führe dies zu einer Reduzierung der Gesamtbelegschaft.

Zu aggressive Expansionspläne

Anfang Juli hatte Northvolt-Chef Peter Carlsson in einem Interview mit der schwedischen Wirtschaftszeitung „Dagens industri“ betont, dass das Unternehmen bei seinen Expansionsplänen etwas zu aggressiv gewesen sei. Dies überprüfe man nun. Zuvor hatte der Autohersteller BMW einen Auftrag für Batteriezellen im Wert von zwei Milliarden Euro zurückgezogen.

Northvolt will bei Heide Batteriezellen für bis zu eine Million Elektroautos pro Jahr bauen. Den Startschuss für den Bau des 4,5-Milliarden-Euro-Projekts gaben Ende März unter anderem Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne).

In der Fabrik sollen 3.000 Jobs entstehen. Bund und Land fördern die Batteriefabrik mit rund 700 Millionen Euro. Hinzu kommen mögliche Garantien über weitere 202 Millionen Euro, die noch bewilligt werden müssen.

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