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Interview mit Joachim Maier, Vizepräsident Sales & Marketing, Mercedes-Benz do Brasil.
Mercedes hat es bereits mit der A-Klasse in Juiz de Fora versucht, jetzt soll die Marke Nummer eins werden. Warum soll es dieses Mal klappen?
Maier: Mit dem Investment in Juiz de Fora war Mercedes-Benz offensichtlich zu früh dran und seiner Zeit voraus. Darüber hinaus war die damalige A-Klasse nicht das richtige Produkt für Brasilien. Die C-Klasse ist seit Jahren das beliebteste Auto seiner Klasse und ich würde sagen, die C-Klasse ist das Traumauto des Brasilianers. Der GLA stößt in das Segment der Premium Compact SUVs, ein Segment mit sehr hohen Wachstumszahlen. Beide Produkte sind ideal für den brasilianischen Markt.
Wie will Mercedes trotz CKD-Bausatzfertigung die local-content-Anforderung für die Steuererleichterungen erfüllen?
Maier: MB wird den local content für die geplanten Produkte zusammen mit unseren Lieferanten erreichen. Die Ziele gelten für die Legal Entity. MB hat ein großes Entwicklungszentrum in Brasilien, beispielsweise ist in Brasilien die weltweite Entwicklung von Buschassis konzentriert. MB wird die Ziele wahrscheinlich übererfüllen.

Worin drücken sich die gesteigerten Kundenwünsche der Brasilianer aus?
Maier: Der brasilianische Kunde legt mehr Wert auf Optik und Ausstattung, weniger auf Safetyfeatures.
Und welche Marke führt?
Maier: Wir waren immer die Nummer eins, haben diese Position seit dem Launch des X1 an BMW verloren. Allerdings ist Mercedes in allen Segmenten die Nummer eins, außer bei den Kompakten, die wir gerade erst sukzessive in den Markt einführen. Im Moment sind wir allerdings ausverkauft.
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