Zulieferer Paragon senkt Schulden und plant Expansion

Von Andreas Wehner 2 min Lesedauer

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Der Elektronikzulieferer hat durch mehrere Verkäufe und ein gutes Geschäftsjahr seine Schulden gesenkt. Nun will man das Angebot in Richtung Nutzfahrzeuge und Motorräder ergänzen.

Klaus Dieter Frers, Gründer und CEO von Paragon.(Bild:  Voltabox)
Klaus Dieter Frers, Gründer und CEO von Paragon.
(Bild: Voltabox)

Der Zulieferer Paragon will im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 165 Millionen Euro erzielen. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Hierbei sei berücksichtigt, dass sich die Nachfrage der Kunden normalisiert habe, nachdem die Autohersteller den hohen Auftragsbestand an Fahrzeugbestellungen abgearbeitet hätten, der sich durch Materialengpässe ergeben hätte.

Der Zulieferer rechnet eigenen Angaben zufolge mit einem Anhalten dieser Marktphase in den nächsten Monaten und einem Wiederanziehen der Nachfrage nicht vor Ende des zweiten Quartals 2024.

Dann will das Unternehmen ein Ebitda zwischen 18 und 20 Millionen Euro erwirtschaften. Dabei seien einmalige finanzielle Einflüsse aus dem Verkauf der Tochterfirma Paragon Semvox und Teilen des Geschäftsbereichs Power berücksichtigt.

Paragon will Verschuldungsgrad senken

Der Verkauf von Paragon Semvox hat zudem eine Anleihe-Rückkaufverpflichtung ausgelöst. Paragon startete daher am 6. November 2023 ein börsliches Rückkaufprogramm über gut 20 Millionen Euro. Es läuft bis zum 5. Juli 2025 und ersetzt gemäß den am 10. März 2022 angepassten Anleihebedingungen die weitere Teil-Tilgung zum 05. Januar 2024.

„Durch die erfolgreiche Entschuldung und das für 2023 erwartete Ebitda wird ein Nettoverschuldungsgrad von unter 2,5 zum Jahresende erwartet, wodurch der für die Euro-Anleihe zu entrichtende Zins künftig bei 7,5 Prozent liegen wird“, sagte Paragon-CFO Martin Esser.

„Der unglaubliche Kraftakt der vergangenen vier Jahre, die Nettoverschuldung auf ein für die Unternehmensgröße angemessenes Niveau zu bringen, setzt nun Kräfte frei für eine Wachstumsstrategie, die sowohl die regionale Erweiterung als auch eine Produktinitiative für die nächsten Jahre beinhaltet“, erläuterte CEO Klaus Dieter Frers laut Mitteilung.

Regionale Erweiterung

Im zweiten Quartal 2024 soll eine eigene Vertriebsniederlassung in den USA die bisherige Vertretung durch externe Mitarbeiter ersetzen. Paragon will zudem die vertrieblichen Aktivitäten in China, Indien und Südkorea erweitern.

Daneben plant das Unternehmen, seine Präsenz bei Premiumherstellern in Europa auszubauen und sein Angebot in Richtung Nutzfahrzeuge und Motorräder zu ergänzen. „Durch die verstärkte Zusammenarbeit der vier Geschäftsbereiche entstehen zurzeit Chancen für neue Produkte, die die Wachstumstreiber der Automobilindustrie adressieren“, sagte Frers.

2021 verkaufte das Unternehmen die Anteile an Voltabox. Damals wurden mit den Einnahmen bereits teilweise Schulden getilgt.

Paragon fokussiere sich dabei auf die Entwicklung standardisierter Komponenten, die sich neben dem Einsatz in Fahrzeugen auch in anderen Märkten wie zum Beispiel Wärmepumpen und Haushaltsgeräten verwenden ließen.

300 Millionen Euro Umsatz bis 2028

Paragon erwarte aufgrund des hohen Auftragsbestands, am Ende der aktuellen Planungsperiode im Jahr 2028 die Umsatzschwelle von 300 Millionen Euro zu übertreffen, heißt es in der Mitteilung. Von weiteren in Anbahnung befindlichen Großaufträgen erhoffe sich der Zulieferer in den nächsten Jahren einen erheblichen Umsatz- und Gewinnanstieg. Davon abhängig könne nach Ansicht der Geschäftsleitung die genannte Umsatzmarke auch deutlich früher erreicht werden.

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