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Aufhängungsblatt aus Harz-Glasfaserverbund
Besonders interessant ist der Einsatz eines neuen Werkstoffs beim Fahrwerk. Sowohl an der Vorder- und der Hinterachse kommt an der Mc-Pherson-Aufhängung ein quer eingebautes Aufhängungsblatt aus Harz-Glasfaserverbund zum Einsatz, das gleichzeitig die Fahrwerksfedern, den unteren Dreieckslenker und den Stabilisator ersetzt. Der Anhang FE soll für „Fuel Economy“ (Treibstoffeffizienz) oder für „Fun & Efficient“ (Spaß und Effizienz) stehen. Tatsächlich verspricht Peugeot eine Beschleunigung auf 100 km/h in acht Sekunden. Das glaubt man gerne, wenn im Fun-Modus das Gaspedal durchgedrückt wird. Denn der E-Motor hilft über die Anfahrtsschwäche des kleinen Benziners grandios hinweg, ein Effekt, der allerdings schon aus normalen Hybriden bekannt ist. Wobei Peugeot die Vmax und damit auch den Spaß auf 120 km/h beschränkt hat.
Keine Serienfertigung
Der 208 Hybrid FE wird so allerdings nie in Serie gehen. Das merkt man auch bei einer Ausfahrt, auf der sich das Fahrzeug etwas ruppig, sehr laut und der Innenraum sich eben wie ein typischer Spielplatz der Ingenieure zeigt, mit zusätzlichen Schaltern und dem unvermeidlichen Notebook auf dem Beifahrersitz. Einige der Einzelmaßnahmen, wie etwa die Kurbelwelle aus nitriertem Stahl, sind für ein Serienfahrzeug wohl (noch) zu teuer. Dagegen könnte es bei den neuen Materialien sehr schnell gehen. Verantwortliche des Mineralölkonzerns und Entwicklungspartners bei diesem Projekt Total beziehungsweise von deren Tochterunternehmen Hutchinson sind sich sicher, dass die im Vergleich leichteren, preiswerteren und genauso crashsicheren Verbundwerkstoffe schon in wenigen Jahren Einzug in Serienfahrzeuge halten könnten. Und immerhin zeigt der Peugeot 208 Hybrid FE: Das 2-Liter-Auto ist schon heute mit verfügbaren, wenn auch teilweise noch teuren Technologien machbar.
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