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Hybridfahrzeug Peugeot 208 Hybrid FE: Das Zwei-Liter-Auto

| Autor / Redakteur: SP-X/Peter Eck / Thomas Günnel

Was passiert, wenn Ingenieure und Techniker mal so richtig aus dem Vollen schöpfen können? Richtig, entweder wird in PS und Vmax geschwelgt oder es wird umgekehrt sehr sparsam. Bei Peugeot durfte ein kleines Team jetzt mal alles machen, was den Verbrauch senkt. Das Ergebnis heißt 208 Hybrid FE.

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Welcher Minimalverbrauch ist in einem modernen Kleinwagen der Polo-Klasse realisierbar? Die französische Antwort auf diese Frage präsentiert Peugeot mit dem 208 Hybrid FE.
Welcher Minimalverbrauch ist in einem modernen Kleinwagen der Polo-Klasse realisierbar? Die französische Antwort auf diese Frage präsentiert Peugeot mit dem 208 Hybrid FE.
(Foto: Peugeot )

Welcher Verbrauch ist in einem modernen Kleinwagen der Polo-Klasse realisierbar, wenn alle Spar-Register gezogen werden? Bei Peugeot hat ein relativ kleines Team über mehrere Monate freie Hand gehabt, um einen 208 zum Knauser zu machen. Der Peugeot 208 Hybrid FE war schon im September auf der Frankfurter IAA zu sehen. Jetzt konnten wir einen genaueren Blick auf und unter das Fahrzeug werfen.

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Der Antrieb

Ziel war es, den Verbrauch des Franzosen so abzusenken, dass der CO2-Ausstoß auf unter 50 Gramm reduziert wird. Das wurde geschafft: Der 208 Hybrid FE kommt sogar auf einen Verbrauch von 1,9 Liter oder 46 g CO2. Erreicht wurde das durch verschiedene Maßnahmen in den Bereichen Antrieb, Materialien und Aerodynamik. Das Hybrid-System des kleinen Franzosen kombiniert den bekannten, allerdings überarbeiteten 1,2-Liter-Benzinmotor mit einem Elektroantrieb, der genauso wie das nur 25 Kilo wiegende Batteriesystem aus den Le-Mans-Sportwagen 908 Hybrid4 abgeleitet wurde. Die rennsporterfahrenen Techniker von PSA haben das System so ausgelegt, dass das Fahrzeug in erster Linie über den Elektromotor abbremst, der die Energie so in Strom umwandelt. Die in der Batterie gespeicherte Energie wird zur Unterstützung des Verbrennungsmotors vor allem bei der Beschleunigung eingesetzt. Eine Strategie, die zum Beispiel auch Honda bei seinen Mild-Hybriden fährt.

Innermotorische Maßnahmen

Der Verbrennungsmotor wurde in vielen Bereichen überarbeitet, die Kurbelwelle ist nun zum Beispiel aus nitriertem Stahl, die Pleuel sind aus Titan und die Aluminium-Kupfer-Kolben aus dem Vollen gearbeitet. So wurde der 50 kW/68 PS leistende Motor trotz einer leichten Hubraumerhöhung auf 1.233 ccm leichter, die inneren Reibungsverluste gleichzeitig um 20 Prozent gesenkt. Das automatisierte Schaltgetriebe des Serienfahrzeugs konnte übernommen werden.

Bessere Aerodynamik und leichter

Um das Fahrzeug weiter zu optimieren, wurde auch an der Aerodynamik gefeilt. Der cW-Wert sank um ein Viertel auf 0,25. Neben der Schließung des Kühlergrills und einem neu aufgesetzten Heck tragen dazu auch die schmalen (145/65), aber hohen (19 Zoll) Leichtlaufreifen von Michelin bei. Die Aerodynamiker nutzten zudem jede Möglichkeit der Verbesserung, bis hin zum Ersatz der Außenspiegel durch Kameras. Das Gesamtgewicht des Fahrzeugs konnte um 20 Prozent auf etwa 820 Kilogramm abgesenkt werden. Allein die Karosserie wiegt beim 208 Hybrid FE nur noch 227 statt knapp 300 Kilo. Dies wurde vor allem durch den Einsatz moderner Verbundwerkstoffe erreicht, etwa bei der Motorhaube oder den Kotflügeln, die aus einem Vinylesterharz-Karbon gefertigt und nur halb so schwer wie übliche Teile sind.

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