Batteriewerk in den USA KI, VR und Rundzellen – BMW baut die Null-Fehler-Batterie

Von Sven Prawitz 2 min Lesedauer

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Im Dezember startet das Werk Woodruff die Produktion der 6. Generation Akkus für den iX5. Die Bayern setzen auf „Cell-to-Pack“, trainieren ihr Personal in der Virtual Reality und verzichten auf fossile Energie.

Die Serienproduktion kann kommen: Ab Dezember 2026 werden im BMW-Werk Woodruff  die Hochvoltbatterien für den iX5 gefertigt. (Bild:  BMW)
Die Serienproduktion kann kommen: Ab Dezember 2026 werden im BMW-Werk Woodruff die Hochvoltbatterien für den iX5 gefertigt.
(Bild: BMW)

BMW startet im Dezember 2026 im neu errichteten Werk Woodruff in South Carolina die Serienproduktion der Hochvoltbatterien für den vollelektrischen BMW iX5. Anlässlich der Weltpremiere des Fahrzeugs gab das Unternehmen erste Einblicke in die Fertigung, die nach eigenen Angaben mit KI-gestützten Produktionsprozessen, digitalen Zwillingen und Virtual-Reality-Anwendungen neue Industriestandards bei der Batteriemontage setzen soll.

„Das Werk Woodruff ist ein entscheidender Baustein für den Hochlauf der Elektromobilität in den USA“, sagt Raymond Wittmann, Produktionsvorstand der BMW AG. Robert Engelhorn, Präsident und Geschäftsführer der BMW Manufacturing Co. in Spartanburg, ergänzt, das Werk verstärke die Verzahnung von Batterie- und Fahrzeugproduktion und schaffe die Voraussetzungen für die nächste Generation vollelektrischer BMW-X-Modelle aus dem nahegelegenen Werk Spartanburg.

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KI-gestützte Fertigung mit über 300 Mitarbeitenden und 250 Robotern

Für die intern entwickelte Hochvoltbatterie der sechsten Generation (Gen6) hat BMW nach eigenen Angaben eigens neue Produktionsprozesse geschaffen. Die zylindrischen Rundzellen werden dabei nach dem Prinzip „Cell-to-Pack“ direkt in die Batterie integriert. Sämtliche Produktionsschritte werden inline überwacht und in Echtzeit dokumentiert; eigens entwickelte KI-Assistenten analysieren diese Daten. Zusammen mit mehr als 300 Beschäftigten und 250 Robotern soll so eine Null-Fehler-Produktion entstehen. Bereits vor Inbetriebnahme erleichterten digitale Zwillinge und Virtual-Reality-Anwendungen Planung und Qualifizierung der Anlagen.

Alle Mitarbeiter der Fertigung durchlaufen zudem ein vor Ort entwickeltes VR-Training, bei dem sie die Produktionsabläufe in einer virtuellen Nachbildung des Werks einüben können, bevor sie an den realen Anlagen arbeiten.

Drei Jahre von der Grundsteinlegung bis zur Serie

Nach dem Spatenstich im Juni 2023 begann im September desselben Jahres der Bau des Werks. Ab September 2024 – noch während der Bauphase – startete der Aufbau der Produktionsanlagen. Seit Sommer 2025 laufen erste Test- und Vorserienbatterien vom Band. „Mit unserem Werk Woodruff beweisen wir, wie schnell wir ein neues Batteriekonzept industriell skalieren können“, sagt Rich Everly, Leiter der Produktion im BMW Group Werk Woodruff.

Geringerer CO2-Fußabdruck durch Sekundärmaterialien

In den Gen6-Zellen kommt laut BMW ein hoher Anteil an recyceltem Kobalt, Lithium und Nickel zum Einsatz; auch die Herstellung der Elektrodenmaterialien und die Zellfertigung nutzen erneuerbare Energien. Im Vergleich zur Vorgängergeneration im BMW iX habe sich der CO2-Ausstoß pro Wattstunde um ungefähr 28 Prozent verringert. Das Werk Woodruff kommt im Normalbetrieb ohne fossile Brennstoffe aus – die Flurförderzeuge am Standort werden mit Wasserstoff betankt.

800-Volt-Technik mit bislang größter BMW-Batterie

Der BMW iX5 nutzt die sechste Generation der BMW-eigenen Antriebstechnik mit Rundzellen und 800-Volt-Architektur. Mit einem nutzbaren Energiegehalt von 144 kWh in den USA beziehungsweise 141 kWh in Europa verfügt der iX5 60 xDrive über die bislang größte Hochvoltbatterie eines vollelektrischen BMW-Modells. Der Antrieb erfolgt über je eine E-Maschine an Vorder- und Hinterachse im Rahmen des elektrischen Allradantriebs.

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