x-by-wire-Chassis Der neue Milliarden-Markt

Von Sven Prawitz 3 min Lesedauer

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Peugeot hat den Serieneinsatz von Steer-by-wire angekündigt. Viele andere Hersteller setzen ebenfalls auf x-by-wire-Systeme – Zulieferer erwarten Milliardenumsätze.

Ein rechteckiges Lenkrad? Ja, Peugeot ist es ernst mit diesem Konzept. Dahinter steckt jedoch einiges an Technik.(Bild:  Peugeot)
Ein rechteckiges Lenkrad? Ja, Peugeot ist es ernst mit diesem Konzept. Dahinter steckt jedoch einiges an Technik.
(Bild: Peugeot)

Mit dem „Polygon Concept“ zeigt Peugeot, wie die Zukunft seiner Kompaktwagen aussehen könnte. Dabei ist die in der Studie verbaute Technik deutlich näher am Serieneinsatz, als viele gestalterische Elemente. So etwa das rechteckige „Hypersquare“-Lenkrad in Kombination mit Steer-by-wire-Technik. Beide könnten im Jahr 2027 im Nachfolger des 208 in Serie gehen. Zwischen Lenkung und Rädern besteht keine direkte mechanische Verbindung mehr, alle Befehle werden elektronisch übertragen. Der chinesische Autohersteller Nio hat bereits ein Modell mit der Technik auf den Markt gebracht. Viele weitere OEMs werden bald folgen. Für Zulieferer wie Bosch, ZF und Schaeffler öffnet sich damit ein Wachstumsmarkt, der in den kommenden Jahren Milliardenumsätze verspricht.

Über den Sommer hat eine Vielzahl an Zulieferern ihr jeweiliges Steer-by-wire- und Brake-by-wire-Portfolio präsentiert. Das Grundprinzip der Technik, die man zusammenfassend auch „x-by-wire“ nennt, ist der Austausch mechanischer und hydraulischer Komponenten durch elektromechanisch angetriebene Aktuatoren. Der Druck auf das Pedal wird nicht mehr durch ein hydraulisches System an die Bremsbacken weitergegeben. Bei der Lenkung entfällt etwa die Lenkstange als Verbindung zwischen Lenkrad und Lenkgetriebe.