Praxistest
Polestar 3 mit Heckantrieb – ein gelungener Balanceakt

Von Julia Mauritz 4 min Lesedauer

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Polestar schickt sein Topmodell im umkämpften SUV-Segment nun auch mit Heckantrieb ins Rennen. Während das Allrad-Modell mit Leistung satt punktet, liegt die Stärke der Single-Motor-Variante in seiner hohen Reichweite.

Der Polestar 3, der jetzt auch mit Heckantrieb erhältlich ist, ist ein Luxus-SUV, das im E-Segment antritt.(Bild:  Mauritz – VCG)
Der Polestar 3, der jetzt auch mit Heckantrieb erhältlich ist, ist ein Luxus-SUV, das im E-Segment antritt.
(Bild: Mauritz – VCG)

Design, Nachhaltigkeit und Performance: Das sind die drei Werte, für die die Marke Polestar steht. Beim Topmodell der schwedischen Performancemarke, dem Polestar 3, erweist sich das allerdings als Quadratur des Kreises: SUVs sind schließlich nicht gerade Musterschüler in Sachen Nachhaltigkeit, erst recht nicht, wenn sie standardmäßig auf schicken 20 Zoll-Rädern unterwegs sind. Dazu kommt, dass die Käufer gerade vom Flaggschiff einer Performancemarke Leistung erwarten, gleichzeitig aber möglichst selten eine Ladesäule ansteuern wollen: ein schwieriger Balanceakt, auf den der Hersteller mit einer Erweiterung seines Modellangebots reagiert hat.

Mit 360 kW, bzw. 380 kW in der Performance-Version, und Beschleunigungswerten zwischen 4,7 und 5,0 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/ liegt der Fokus beim Polestar 3 mit Allradantrieb klar auf der Leistung. Bei der neuen Variante mit Heckantrieb steht hingegen die Reichweite im Mittelpunkt: Im WLTP-Zyklus gemessen, liegt sie bei maximal 706 Kilometern – bei der Allradvariante mit Performancepaket sind es 140 Kilometer weniger. Das führt dazu, dass der Blick beim Fahren auch auf einer längeren Strecke kaum auf die verbleibende Reichweite fällt.