Leichtbau-Gipfel 2015

Potenzial von Holz, Stahl und Magnesium

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Vorteile mittels vereinfachter Bauteilintegration

Weitere Vorteile biete die vereinfachte Bauteilintegration. Beispielsweise könnten bei einem unteren Querlenker zweischalig geschweißte, gestanzte Blechteile durch eine tiefgezogene Komponente ersetzt werden. Die Herstellungskosten würden dadurch um bis zu 50 Prozent sinken. „Mit der XPF-Stahlfamilie können unsere Kunden das Gewicht ihrer Fahrwerksteile reduzieren ohne an Sicherheit oder Robustheit einzubüßen. Gleichzeitig optimieren sie ihre Gesamtbetriebskosten (Total Costs of Ownership = TCO)“, bilanzierte Rijkenberg.

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Lebensdauerberechnung von Magnesiumblechen

Mit der Lebensdauervorhersage von Magnesiumblechen beschäftigte sich Johannes Dallmeier, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und technischer Projektleiter „MagFest“ am Kompetenzzentrum Leichtbau der Hochschule Landshut (LLK). In Rahmen seiner Arbeit wurden gießgewalzte Feinbleche der Legierungen AM50 und AZ31 vom Hersteller Magnesium Flachprodukte GmbH sowie stranggepresste Feinbleche der Legierung ME21 vom Hersteller Stolfig GmbH untersucht. Dallmeier stellte ein neu entwickeltes Simulationsmodell für deren Lebensdauerberechnung vor, das eine gute Übereinstimmung zwischen den Berechnungs- und Versuchsergebnissen bietet. Er sagte, dass für eine Betriebsfestigkeitsanalyse nicht nur die quasi-statischen Festigkeitseigenschaften, sondern auch das zyklische Verformungs- und Ermüdungsverhalten von Interesse sind. Dieses unterscheidet sich stark von dem Verformungs- und Ermüdungsverhalten der Magnesiumgusslegierungen. So trete eine Asymmetrie der Fließgrenze in Zug- und Druckrichtung und Richtungsabhängigkeiten längs und quer zur Walzrichtung auf.

Potenzial bei Magnesiumbauteilen

Bisher wurden Einflussgrößen auf die Betriebsfestigkeit in erster Linie für Magnesiumgusslegierungen untersucht. Für Magnesiumknetlegierungen hingegen wurden in der Industrie konservative Berechnungsansätze verwendet, was zu einem niedrigeren Leichtbaugrad der entwickelten Magnesiumbauteile führte. Vorhandenes Leichtbaupotenzial blieb bislang unausgeschöpft.

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