Embedded Software Renesas übernimmt Software-Entwickler Pictorus

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

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Der Halbleiterkonzern Renesas hat die Übernahme des US-Softwareentwicklers Pictorus abgeschlossen. Durch die Cloud-Plattform der Kalifornier sollen Ingenieure Embedded-Software künftig ohne Code im Webbrowser entwerfen können.

Der Halbleiterhersteller Renesas hat Pictorus übernommen. Das Start-up bietet No-Code-Software für Entwickler an.(Bild:   Renesas)
Der Halbleiterhersteller Renesas hat Pictorus übernommen. Das Start-up bietet No-Code-Software für Entwickler an.
(Bild: Renesas)


Der japanische Halbleiter-Spezialist Renesas baut sein Software-Portfolio aus. Wie der Zulieferer mitteilt, hat eine Tochtergesellschaft die Übernahme des Software-Entwicklers Pictorus aus dem kalifornischen Oakland abgeschlossen.

Pictorus bietet eine cloudbasierte Verhaltensmodellierungs-Plattform an. Im Kern geht es darum, die Entwicklung sogenannter Embedded Systems, wie sie in der Automobilindustrie oder Robotik massenhaft verbaut werden, drastisch zu vereinfachen. Die Plattform ermöglicht es Ingenieuren, das Systemverhalten visuell durch das Zeichnen von Blockdiagrammen in einem Webbrowser zu entwerfen und zu simulieren. Das manuelle Schreiben von Programmcode (C/C++, Python) soll dadurch überflüssig werden: Die Software konvertiert die Diagramme laut den Entwicklern automatisch in reale, ausführbare Embedded-Software – und zwar in der speichersicheren Programmiersprache Rust.

Integration in „Renesas 365“

Renesas plant, die Technik von Pictorus tief in die eigene Entwicklungs-Plattform „Renesas 365“ zu integrieren. Diese Plattform soll das elektronische Systemdesign vom ersten Entwurf bis zum Lifecycle-Management vereinheitlichen. Durch den Zukauf erhofft sich der Chip-Konzern einen weiteren Schritt hin zu seiner Vision, das Elektronikdesign durch einen „Digitalen Faden“ (Digital Thread) für einen breiteren Markt zugänglicher zu machen.

Gegründet wurde Pictorus von Ingenieuren, die zuvor Fahrzeugsoftware für anspruchsvolle Umgebungen entwickelt hatten. CEO Chris Sullivan begründete den damaligen Start des Start-ups mit der Frustration über zu viele fragmentierte Tools in der Branche. Zu den finanziellen Details der Übernahme machten die Unternehmen keine Angaben.

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