Polestar-CEO Michael Lohscheller: „Wir brauchen mehr Marge“

Von Tina Rumpelt 6 min Lesedauer

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Der E-Auto-Hersteller Polestar hat Probleme. Die soll Michael Lohscheller lösen. Der erprobte Sanierer führt seit Oktober 2024 das chinesisch-schwedische Unternehmen.

Soll dem Gemeinschaftsunternehmen von Geely und Volvo auf die Sprünge helfen: Polestar-CEO Michael Lohscheller.(Bild:  Polestar)
Soll dem Gemeinschaftsunternehmen von Geely und Volvo auf die Sprünge helfen: Polestar-CEO Michael Lohscheller.
(Bild: Polestar)

Der 2017 gegründete und seit 2022 börsennotierte E-Autohersteller unter den Fittichen von Geely und Volvo sitzt auf einem gewaltigen Schuldenberg und die Absatzzahlen bröseln. 2023 verkaufte Polestar weltweit 54.600 BEVs, 2024 waren es nur noch rund 45.000. Gründe für die Misere sind unter anderem ein bis dato fehlender stationärer Handel. Außerdem ist der Polestar 2 trotz Facelifts in die Jahre gekommen und die neueren Modelle Polestar 3 und Polestar 4 kamen erst 2024 auf den Markt.

Wie das Geschäftsjahr 2024 verlief, ist weiter unklar. Das Unternehmen wollte am 6. März die Zahlen für 2024 vorlegen, verschob jedoch den Termin auf April. Eine positive Überraschung ist nicht zu erwarten, denn der von Michael Lohscheller aufgesetzte Sanierungsplan braucht seine Zeit, bis er greift. Bekannt wurde stattdessen: Polestar deckt sich erneut mit frischem Geld ein – mit einer zusätzlichen Kreditfinanzierung in Höhe von bis zu 450 Millionen Dollar. „Der Elektroautohersteller ist angeschlagen, verbrannte im vergangenen Jahr fast 1,5 Milliarden Dollar“, berichtete das Manager Magazin bereits im August 2024.