DaimlerChrysler Schneller Diesel-Start

Redakteur: Alexander Czombera

Nach der BMW Group, Isuzu-Demax und der VW-Gruppe hat sich nun auch DaimlerChrysler dazu entschieden, das Dieselschnellstart-System ISS von Beru einzuführen.

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DaimlerChrysler wird seine neuen Sechszylinder-Dieselmotoren ab Anfang 2004 mit dem Dieselschnellstart-System ISS (Instant Start System) von Beru ausstatten. Die Achtzylinder-Dieselmotoren sind ab Anfang 2005 mit ISS erhältlich. Nach der BMW Group, Isuzu-Demax und der VW-Gruppe bei der neuen Golf-Plattform hat sich damit bereits der vierte Automobilhersteller entschieden, das Beru-System einzuführen.

Das ISS besteht aus neuen Stahlglühkerzen mit höherer Leistung und einem elektronischen Steuergerät. Die Spannung an jeder einzelnen Glühkerze wird vom Mikrocontroller im Steuergerät zeit- und spannungsabhängig geführt. Die maximale Vorglühzeit beträgt somit bei minus 25 bis minus 30 Grad Außentemperatur nur drei Sekunden. Herkömmliche Systeme benötigen bei solchen Temperaturen noch bis zu zwölf Sekunden.

Die neu konstruierten Glühkerzen setzen die aufgenommene Leistung im Kopfbereich effektiver in Temperatur um. Gegenüber den bisher eingesetzten Glühkerzen wird dadurch bei vergleichbarem Temperaturprofil nur etwa die Hälfte der Energie benötigt. Bei Temperaturen von minus 10 Grad aufwärts merkt der Fahrer vom Vorglühen praktisch nichts mehr, da es nur noch eine Sekunde oder weniger dauert.

Bei null Grad wird gar nicht mehr vorgeglüht. Die Glühkerze, die mit dem Start eingeschaltet wird, dient dann hauptsächlich zum Nachglühen. Sie erhöht damit den Startkomfort und reduziert die Emissionen. Mit dem elektronisch geregelten Schnellstart-System gehört die so genannte "Diesel Gedenkminute", die früher mit dem Starten des Dieselmotors untrennbar verbunden war, entgültig der Vergangenheit an.