Absatzzahlen Skoda: Auf Erfolgskurs in Europa, stockend in Asien

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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In Deutschland reitet Skoda auf einer Erfolgswelle. Doch auch in anderen europäischen Märkten läuft es gut. Die Expansion in Asien gerät dagegen ins Stocken.

Modellseitig will Skoda mit dem neuen Enyaq und Elroq, dessen Produktion nun startet, weiter wachsen. (Bild:  Skoda)
Modellseitig will Skoda mit dem neuen Enyaq und Elroq, dessen Produktion nun startet, weiter wachsen.
(Bild: Skoda)

Skoda hat den Neuwagenabsatz im zurückliegenden Jahr weltweit ausgebaut. Wie der tschechische Hersteller mitteilte, wurden 2024 global 926.000 Neuwagen abgesetzt. Das war ein Plus von 6,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2023. Wesentlich zum Aufwärtstrend beigetragen hat der deutsche Markt: Laut den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts fanden allein 37.000 der zusätzlich abgesetzten 60.000 Neuwagen hierzulande einen Käufer.

Modellseitig wurde der Aufwärtstrend von den Dauerbrennern des Fabrikats getragen. Der Absatz des Bestsellers Octavia legte um 12,4 Prozent zu. Der (nicht ganz so kleine) Kleinwagen Fabia steigerte die Verkäufe sogar um ein Viertel; er war in Zeiten früherer Liefer- und Teileengpässen allerdings auch in der Produktion zurückgefahren worden. Ebenfalls fast 10 Prozent im Plus sind die Verkäufe des Skoda Karoq. Leicht im Minus war dagegen – entgegen der Entwicklung in Deutschland (+12,3 %) – das Elektroauto Enyaq, das vor einem Modellwechsel steht.

In Asien – jenseits von China eigentlich ein selbsterklärtes Wachstumsfeld – läuft es für Skoda dagegen nicht. In Indien verloren die Tschechen jeden vierten Kunden (-26,3 %). Der einst größte Markt China mit früher über 300.000 Verkäufen ist nochmals um ein knappes Viertel (-23,1 %) auf jetzt noch 17.500 Einheiten geschrumpft. Die rückläufige Entwicklung in Asien zeigt sich auch auf Modellebene. Die speziell für die asiatischen Märkte entwickelten Modell Kushaq (19.300 Einheiten; -27,4 %) und Slavia (16.000; -19,6 %) verloren deutlich an Zuspruch.

Zur Entwicklung in Vietnam, wo Skoda neu Fuß fassen und in einem prosperierenden wirtschaftlichen Umfeld einen neuen Absatzmarkt entwickeln will, kommunizierte der Hersteller keine Zahlen. Dort soll aber eine lokale Produktion neu aufgebaut werden.

„Besonders gut haben wir in unseren Kernmärkten in West- und Osteuropa abgeschnitten“, sagt dann auch Vertriebsvorstand Martin Jahn. Deutliche Steigerungen verzeichnete Skoda in der Türkei (42.200; +25,7 %), im Vereinigten Königreich (78.700; +11,9 %), in Polen (61.400; +13,9 %) und Spanien (36.300; +20,6 %). Auch die Türkei gewinnt für den Hersteller zunehmend Relevanz (42.200; +25,7 %).

Modernisierung des Markenauftritts

Gleichzeitig kommt Skoda mit der Modernisierung des Markenauftritts voran. Parallel zur optischen Umgestaltung der Modelle nach dem „Modern Solid“-Design, das erstmals am soeben startenden Elektro-Kompakt-SUV Elroq zu sehen ist, wird der Händlerauftritt erneuert.

Für das laufende Jahr hat Skoda-Vorstandschef Klaus Zellmer „die nächste Wachstumsphase in unserer Internationalisierungsstrategie in Indien, der Asean-Region und im Mittleren Osten“ ausgerufen. Modellseitig soll das Wachstum unterstützt werden durch den neuen Enyaq und Elroq, dessen Produktion nun startet. Neuen Schub in Indien soll das Kompakt-SUV Kylaq bringen, „das erste Skoda-Modell in dem in Indien extrem populären Segment von Fahrzeugen mit unter vier Meter Außenlänge“.

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