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Leichtbau-Gipfel 2015

„Stahl ist der wirtschaftlichste Leichtbau“

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Stahl weiterhin wirtschaftlich

Nach den Ausführungen des OEM-Vertreters folgte mit David Erkol der Blick eines Zulieferers. Erkol arbeitet in der Simulationsabteilung bei der ThyssenKrupp Steel Europe AG. Erkol sieht nach wie vor viel Potenzial für den Stahlleichtbau in der Automobilindustrie. Grund dafür sei unter anderem der Fakt, dass zwei Drittel aller in Europa produzierten Fahrzeuge aus der Kompaktklasse stammen und dort weiterhin ein enormer Kostendruck herrsche. Daher sei es von hoher Bedeutung, dass der Leichtbau wirtschaftlich erfolgen muss: „Stahl ist der wirtschaftlichste Leichtbau“, so Erkol.

Als weitere Herausforderungen für Automobilhersteller und Zulieferer identifizierte der ThyssenKrupp-Mann die Umweltverträglichkeit. Das heiße auf der Seite der OEMs die CO2-Ziele zu erreichen und für die Zulieferer die Komponenten so emissionsarm wie möglich zu produzieren. Hinzu komme, dass die Anforderungen an die Sicherheit weiter steigen und somit die Materialien gleichzeitig immer fester werden müssen.

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Die Zukunft gehört Stahlsandwichwerkstoffen

Diesen Herausforderungen stellt sich ThyssenKrupp laut Erkol insbesondere mit den verschiedenen Möglichkeiten der Kalt- und Warmumformung und neuerdings auch mit innovativen Stahlsandwichwerkstoffen. David Erkol sieht bei den kalt umgeformten Bauteilten mit komplexen Geometrien ein hohes Leichtbaupotenzial, da hier im Vergleich zur Warmumformung, je nach Bauteil, bis zu fünf Prozent Gewicht und somit auch Kosten eingespart werden könnten. Die warmumgeformten Bauteile durch „Tailored Tempering“ hingegen eignen sich seiner Einschätzung nach bestens für sicherheitsrelevante Teile der Fahrgastzelle, da diese sehr fest werden.

Dennoch seien die Stahlsandwichwerkstoffe die Werkstoffe der Zukunft, da sie sehr leicht, biegbar und fest sind. Das seien unter anderen die Eigenschaften die die OEMs von einem modernen Werkstoff erwarten.

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