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Leichtbau-Gipfel 2015

„Stahl ist der wirtschaftlichste Leichtbau“

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Forschungsprojekt „Light-eBody“

Der letzte in der Runde der Vortragenden war Dr. Klaus Pfaffelhuber, Head of Advanced Development bei Röchling Automotive SE & Co. KG. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Light-eBody“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde, entwickelte Röchling Automotive einen Unterboden in LWRT-Metall-Hybridbauweise. Diese stellte Pfaffelhuber kurz vor. Ziele dieser Forschung waren neben der CO2-Einsparung auch Aerodynamikverbesserungen und Schallabsorbation im Unterbodenbereich.

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Die LWRT-Materialien (Low Weight Reinforced Thermoplastics) bestehen laut dem Entwicklungsleiter aus mehreren Schichten unterschiedlicher, vliesbasierter Halbzeuge (Polypropylen-Glasfaser-Nadelvliese). Sie haben eine sehr poröse Struktur und daher einen Luftanteil von etwa 80 Prozent. Aufgrund dieser Eigenschaften besitze das Material eine inhärente Schallabsorption. Durch Verpressen der Bauteilränder werde ein Wassereintritt an offenen Bauteilkanten vermieden.

Einsatz von Stratura

Im Verlauf seiner Ausführungen ging Dr. Pfaffelhuber auf die verschiedenen Produkte der Sandwichbauweisen ein. Die Varianten gehen von Aluminium-Folien bis Aluminium-Profile die in die Schichten eingebaut werden können. Nach ausreichenden Tests verwendeten die Ingenieure bei dem Forschungsfahrzeug „Light e-Body“ das Produkt Stratura. Durch dessen Einsatz und der daraus resultierenden Substitution des Standard-Bodenaufbaus (Dekor, Entdröhnfolie, Bodenblech, etc.) erzielte der Zulieferer nach Angaben Pfaffelhubers eine Gewichtseinsparung von etwa 10 Kilogramm. Auch die Crashtest verliefen sehr zufriedenstellend. Allerdings sei diese Technologie frühestens in fünf Jahren serienreif, und dann nur für kleine Serien gedacht.

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