E-Mobilität Stellantis hybridisiert Konzernmodelle

Von Mario Hommen/sp-x 2 min Lesedauer

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Ab 2030 will Stellantis in Europa nur noch Elektroautos anbieten. Bis es soweit ist, sollen Hybridantriebe den Umsatz tragen.

Zu den künftig 36 Baureihen mit dem neuen Stellantis-Hybridantrieb gehört auch der Jeep Avenger Hybrid.(Bild:  Stellantis)
Zu den künftig 36 Baureihen mit dem neuen Stellantis-Hybridantrieb gehört auch der Jeep Avenger Hybrid.
(Bild: Stellantis)

Der Vielmarkenkonzern Stellantis wird sein Angebot an Pkw-Modellen mit Hybridantrieb in naher Zukunft deutlich ausbauen. Noch in diesem Jahr sollen in den Märkten der EU30 insgesamt 30 Baureihen mit dem neuen Antrieb verfügbar sein. Dabei kombiniert der Hersteller einen 1,2-Liter-Benziner mit einem 21 kW/28 PS starken E-Motor und einer 0,9 kWh großen 48-Volt-Batterie.

Bis 2026 sollen weitere sechs Baureihen folgen. Von wenigen Ausnahmen mit optionalem Handschaltgetriebe abgesehen, wird das Hybridsystem mit der neuen Generation des Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebes „eDCT“ verbandelt. Laut Francesco Cimmino, Chefingenieur für Hybrid-Antriebssysteme bei Stellantis, wird dieses Getriebe das Herzstück des Antriebspakets sein.

Handelt es sich dabei um einen Mild- oder Vollhybridantrieb? Christian Müller, bei Stellantis verantwortlich für Propulsion Systems EMEA und Joint-Venture-Koordination, lässt die Vorsilben weg und spricht von einem Hybrid. Als Alternative im Hybridportfolio wird Stellantis künftig außerdem höher positionierte Plug-in-Hybride mit elektrischer Hochvolttechnik und angepasstem eDCT mit über 80 Kilometern E-Reichweite anbieten.

Die DCT-Hybridtechnik kombiniert einen 1,2-Liter-Benziner, einen 21 kW starken E-Motor, eine 0,9 kWh große Batterie unterm Fahrersitz und ein Doppelkupplungsgetriebe.(Bild:  Stellantis)
Die DCT-Hybridtechnik kombiniert einen 1,2-Liter-Benziner, einen 21 kW starken E-Motor, eine 0,9 kWh große Batterie unterm Fahrersitz und ein Doppelkupplungsgetriebe.
(Bild: Stellantis)

Das weniger aufwendige 48-Volt-Hybridsystem ermöglicht Segeln bis Tempo 130 und bis zu einem Kilometer rein elektrisches Fahren. In die Fahrzeuge bringt die zusätzliche Technik ein Mehrgewicht gegenüber klassischen Benzinantrieben von etwas über 100 Kilogramm. Ein Opel Corsa Hybrid kommt damit auf etwas über 1,2 Tonnen Gesamtgewicht. Im Gegenzug sorgt die Zusatztechnik für einen um bis zu 20 Prozent niedrigeren Spritkonsum. Laut Cimmino handelt es sich um eine „Rightsize-Lösung“.

Mehrkosten im Vergleich zum Basisbenziner

Diese nötigt allerdings den Kunden Mehrkosten auf. Laut Müller sind es rund 2.000 Euro im Vergleich zum Basisbenziner. Im Gegenzug erhält der Käufer ein Selbstschaltgetriebe, E-Boost und besagte Verbrauchsminderung. Zunächst werden Modelle im B-, C- sowie unteren D-Segment mit dem Hybridantrieb angeboten. Später könnte die Antriebstechnik auch in kleineren Baureihen zum Einsatz.

Zu den Baureihen gehören Alfa Romeo Junior/Tonale, alle Arten von Citroen C3, C4 und C5, DS 3 und DS 4, Fiat Panda und 600, Jeep Avenger, Renegade und Compass, Lancia Ypsilon, Maserati Grecale, Opel Corsa, Astra, Mokka, Frontera und Grandland sowie Peugeot 208, 308, 408, 2008, 3008 und 5008.

Stellantis rechnet für dieses Jahr bei seinen Hybridverkäufen mit einem Plus von 41 Prozent im Vergleich zu 2023. Die Kapazitäten von insgesamt elf involvierten Produktionsstätten gibt der Autokonzern mit rund 1,2 Millionen eDCT an. Die Hybridoffensive von Stellantis ist ein klares Bekenntnis dafür, in den kommenden Jahren Benzinmotoren verkaufen zu wollen.

Dies sei eine Reaktion auf die hohe Nachfrage nach Hybridmodellen auf Kundenseite. Zugleich betont Müller, dass Stellantis weiter an seinen Elektrifizierungszielen und CO2-Minderungszielen und dem Ausbau des BEV-Angebots festhalten wird. Demnach sollen bis 2030 alle Pkw-Verkäufe in Europa und 50 Prozent der Verkäufe von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den USA batterieelektrische Fahrzeuge sein.

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