Tesla Elon Musk will in fünf Jahren noch Chef sein

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Angesichts des rückläufigen Absatzes ist Elon Musks Position als Tesla-Chef zuletzt in Frage gestellt worden. Doch für den Unternehmensgründer ist sicher: Er bleibt, will aber für sich selbst neue Prioritäten setzen.

Elon Musk beansprucht die Führungsrolle bei Tesla – auch in fünf Jahren noch.(Bild:  F. Rump)
Elon Musk beansprucht die Führungsrolle bei Tesla – auch in fünf Jahren noch.
(Bild: F. Rump)

Elon Musk hat keine Pläne, die Spitze des Elektroauto-Herstellers Tesla zu verlassen. Bei einem Bühnen-Interview in Katar sagte er „Ja“ auf die Frage, ob er in fünf Jahren noch Tesla-Chef sein werde. Auch die Nachfrage, ob er sich sicher sei, antwortete Musk lachend: „Nun, nein, ich könnte sterben.“ Zugleich bekräftigte er, dass er mehr Tesla-Aktien haben wolle, damit kritische Investoren ihn nicht aus dem Job drängen können.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass der Autobauer eine Hürde für Klagen von Anteilseignern aufgestellt hat. Nach einer Änderung der Satzung dürfen nur Aktionäre mit einer Beteiligung von mindestens drei Prozent Klagen gegen Manager oder Verwaltungsratsmitglieder im Interesse des Unternehmens einreichen. Tesla macht damit Gebrauch von einer Gesetzesänderung in Texas, wo der Konzern inzwischen seinen Sitz hat. Hintergrund ist ein Streit vor Gericht wegen einer Vergütungsregelung für Musk.

Dessen politische Ansichten und seine Rolle als Kostensenker von Präsident Donald Trump in der US-Regierung hatten nach Ansicht vieler Firmenbeobachter in den vergangenen Monaten zum Rückgang der Tesla-Auslieferungen in den vergangenen Monaten beigetragen. Musk spielte den Rückgang herunter: Die Verkäufe seien schwach in Europa und stark anderswo. Auch habe Tesla Kunden auf der rechten Seite des politischen Spektrums gewonnen.

Das „Wall Street Journal“ hatte vor wenigen Wochen berichtet, dass Mitglieder des Tesla-Verwaltungsrates die Headhunter-Firmen kontaktiert hatten, um die Suche nach einem neuen Chef anzustoßen. Tesla hatte jedoch zurückgewiesen, dass es einen Vorstoß des Verwaltungsrates dazu gegeben habe.

Musk sagte auch, dass er in Zukunft voraussichtlich weniger Geld für politische Zwecke ausgeben werde. „Ich denke, ich habe genug getan“, sagte er zur Begründung. Musk hatte im vergangenen Jahr mehr als 250 Millionen Dollar für Trumps Wahlkampf gespendet und wurde zeitweise zu einem engen Vertrauten des US-Präsidenten. Wenn er in Zukunft einen Grund sehen werde, Geld für Politik auszugeben, werde dies wieder machen, fügte Musk hinzu. „Aktuell sehe ich keinen Grund.“

Fragen der Verkehrssicherheitsbehörde

In den USA steht Tesla derzeit im Visier der US-Verkehrsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration), die viele Fragen zu den Robotaxi-Plänen hat. Die NHTSA will vom Elektroauto-Hersteller unter anderem wissen, wie sich die Fahrzeuge in Notsituationen verhalten sollen und wie Tesla zu dem Schluss kam, dass die Robotaxi-Software bereit zum Einsatz auch ohne Menschen am Steuer ist. Der von Tech-Milliardär Elon Musk geführte Konzern hat bis zum 19. Juni Zeit für eine Antwort.

Musk hatte angekündigt, dass Tesla Ende Juni einen Robotaxi-Dienst im texanischen Austin mit zunächst 10 bis 20 Fahrzeugen starten werde. Er behauptet, dass die meisten neuen Fahrzeuge von Tesla bereits alles Nötige an Bord hätten, um als selbstfahrende Autos unterwegs zu sein. Konkurrenten und Experten haben jedoch Zweifel, weil Musk dafür nur auf Kameras setzen will und auf die teureren Laser-Radare verzichtet, die bei anderen Robotaxis die Umgebung abtasten.

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