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ThyssenKrupp: Restrukturierung der Geschäftsbereiche

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Entwicklungsschwerpunkt „Steer-by-wire“

„Wir setzen auf Hightech, auch in Asien“, verwies Kross mit Blick auf den Forschungs- und Entwicklungs-Aufwand des Konzerns. ThyssenKrupp erhöhte im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber 2010/11 dafür die Investitionen um 30 Prozent auf über 700 Millionen Euro. „Und ein großer Teil davon nutzt Components Technology“, so Kroos weiter. So ist unter anderen die „Steer­by-Wire“-Technologie, die auch für das (hoch)automatisierte Fahren benötigt wird, als Entwicklungs-Schwerpunkt positioniert. Diese Lenkung, ohne durchgehende mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Lenkgetriebe, wird zukünftig viel neue Lenk- und Assistenz-Funktionen ermöglichen, die die Sicherheit und den Komfort des Autofahrens weiter erhöhen.

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Mit „Steer-by-Wire“ fährt ein von CT modifizierter kleiner Sportwagen als Versuchsträger, gebaut aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Der Roding, hergestellt von Stangl & Co aus Roding in der Oberpfalz, nahe Cham, bietet den Ingenieuren im Verbund mit Testfahrten und Prüfständen eine umfassende Entwicklungsumgebung für die „Steer­by-Wire“-Technologie und schließt eine Lücke. Denn Konzepte und Funktionalitäten können nicht allein am Computer simuliert oder am Prüfstand getestet werden.

Elektromechanische Lenkung geht an den Markt

Des Weiteren läuft die Markteinführung der neu entwickelten elektromechanischen Lenkung „Column-EPS“ – auch in China. Dieses EPS-System ist speziell für die hohen Akustik- und Bauraumanforderungen im Cockpit ausgelegt. Generell verbraucht das EPS 0,3 bis 0,5 Liter pro 100 Kilometer weniger Kraftstoff als eine hydraulische Lenkung. Und das EPS ist zukunftsträchtig, weil nur mit ihm Assistenzsysteme wie Einparkhilfe, Spurhalteassistent etc. zu verwirklichen sind.

Schon seit 2010 wird das „Rack-EPS“ von der Geschäfts-Einheit Steering der ThyssenKrupp Presta Mülheim GmbH im Werk an der Ruhr gefertigt. Es ist einer von 13 weltweiten Standorten der Geschäfts-Einheit Lenkung, in dem letztes Jahr 1.400 Lenkgetriebe produziert wurden, sowohl mechanische und hydraulische als auch elektromechanische Lenkungen. Das „Rack-EPS“ ist ein Lenkgetriebe, bei dem die Unterstützungskraft auf die Zahnstange wirkt. Bei der angewendeten Bauform sind Servomotor und Steuergerät parallel zur Zahnstange angeordnet. Über einen Zahnriementrieb wird die E-Motorleistung für die Lenkung auf einen Kugelgewindetrieb übertragen, das die Zahnstange und damit die Räder bewegt. Diese Art des EPS bringt es mittlerweile auf 30 „Rack-EPS“-Versionen für Premium-Fahrzeuge. Etwa 700.000 Einheiten laufen in Mülheim jährlich vom Band. „Und das im letzten Jahr mit einer Null-Fehler-Qualität“, versicherte Thomas Lau, Geschäftsführer des Werks.

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