Fahrbericht

Toyota RAV4 2,2 D: Der Letzte seiner Art

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Mehr Geländewagen als SUV

Kommen wir zum Fahrgefühl: Hier fällt auf, dass der RAV4 doch kein reiner SUV, sondern eher ein kleiner Geländewagen ist. Nicht nur die erhöhte Bodenfreiheit, sondern insbesondere ein auffallendes Wankverhalten zeigt, dass die Japaner den RAV4 eher für ausgefahrene Feld- und Waldwege, als für die Kurvenhatz entwickelt haben. Eher komfortabel als ausgerechnet sportlich sind Motor, das Sechsgang-Schaltgetriebe und das Fahrwerk zu charakterisieren. Statt des konventionellen Allradantriebs verwendet Toyota beim RAV4 das integrierte Fahrdynamik-System IDDS (Integrated Dynamic Drive System). Hierbei wird an die Antriebsachsen dynamisch das Drehmoment verteilt. Weiterhin verbaut sind das Fahrzeugstabilitätsprogramm VSC und eine elektrische Servolenkung.

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Hohe Reichweite

Der Motor leistet 150 PS/110 kW bei 3.600/min und liefert ein maximales Drehmoment von 340 Newtonmeter zwischen 2.000 und 2.800 Umdrehungen pro Minute. Diesel-typisch läuft der Motor sonor und zieht souverän durch. Ob Toyota diese Arbeitsweise in Zukunft auch mit dem Benzin-Hybrid erreichen kann, muss abgewartet werden.

Der Hersteller gibt einen Verbrauchswert von 5,6 Liter (NEFZ) auf 100 Kilometer an, unser Testwagen verbrauchte rund einen Liter mehr. Mit dem verbauten 60 Liter Tank und normaler Beladung begeistert der RAV4 trotz Allradantrieb mit einer ausgeprägten Reichweite. Das Leergewicht unserer handgeschalteten Version liegt bei 1.605 Kilogramm; die Zuladung beträgt satte 615 Kilogramm und reicht für fünf Passagiere und Gepäck.

Fazit

In der Gesamtbetrachtung gefällt der RAV4, auch wenn er die sportlichen Attribute vieler Wettbewerber nicht für sich verbuchen kann. Seine Stärken liegen woanders: Im Gelände und auf unebenem Terrain fühlt sich der RAV4-Vertreter wohl. Aber auch auf Autobahn, Landstraße und selbst in der Stadt ist man mit dem Fahrzeug gut unterwegs. Den Dieselmotor aus dem Programm zu nehmen, wird der Automobilhersteller in Deutschland voraussichtlich bei den Zulassungszahlen bemerken.

Für uns ist er zu Recht der Letzte seiner Art. Der Trend zu immer sportlicheren Geländegängern mit und ohne Allradantrieb wird Fahrzeuge wie den RAV4 in Zukunft in die Minderheit drängen. Umso besser, dass es ihn noch gibt.

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